00:00:00: Heute im Nu Lawyers Podcast Ron Strasburg.
00:00:08: Aber am Anfang reicht es, wie gesagt so ein bisschen mit Fällen zu arbeiten und das ist auch überhaupt nicht schlimm wenn man die Felder zum Beispiel probiert mit seinen Aufzeichnungen zu lösen oder dann Her Tiefstmittel zur Verfügung nimmt denn es ist wichtig überhaupt erstmal reinzukommen diese Hemmschwelle zu überschreiten.
00:00:45: Herzlich willkommen zu
00:00:46: Nu Lawiers
00:00:47: dem Interview podcast von Talent Rocket!
00:00:50: Mit mir Magdalena Öl Bevor wir jetzt unserem heutigen Gast kommen.
00:00:54: noch einen Hinweis vorab Als Juristin oder Jurist kannst du dir auf Talent Rocket einen Profil anlegen, mit dem du dich unkompliziert und ohne Anschreiben bei zahlreichen Kanzleien und Unternehmen bewerben kannst.
00:01:05: Du hast ebenfalls die Möglichkeit dein anonymisiertes Profil freizugeben so dass spannende Arbeitgeber dich kontaktieren können.
00:01:12: Gehe deinen nächsten Karriere Schritt mit Talent Rocket!
00:01:15: Und nun zu unserem heutigen Gast.
00:01:18: Ron Strasburg hat im ersten Examen ein Gesamtergebnis von über vierzehn Punkten erzählt eine Leistung die konstant über zwei Prüfungswochen abbracht wurde.
00:01:26: Der Medienrummel, der daraus entstanden ist hat Ronn selbst überrascht und er nutzt ihn um auf etwas Wichtigeres aufmerksam zu machen.
00:01:33: Das System!
00:01:34: Wir sprechen mit ihm über die juristische Ausbildung in Deutschland was sie leistet wo sie versagt und wie Reform wirklich aussehen könnte.
00:01:40: Lieberon herzlich willkommen.
00:01:42: schön dass du heute bei uns im Nudeurs Podcast bist.
00:01:44: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:45: ich freue mich sehr hier zu sein.
00:01:47: Und darf ich auch dir unsere Icebreaker Frage stellen nämlich Was wolltest Du als Kind werden?
00:01:52: Ja, das war tatsächlich was ganz anderes.
00:01:55: Also im Vergleich zu dem wo ich heute stehe vielleicht auch gar nicht so anders.
00:01:58: Ich wollte tatsächlich lange Zeit Lehrer werden.
00:02:00: Ich hatte immer Spaß daran wissen weiterzugeben oder mich mit anderen Menschen zu beschäftigen und dann quasi über Inhalte zu reden Und ich habe mich sehr sehr lang dann irgendwie an der Schule gesehen.
00:02:11: So von den Fächern hat es immer variiert.
00:02:13: Französisch stand sehr lange hoch im Kurs Politik Geschichte Aber am Ende ist es dann doch Jura geworden, weil ich auch immer diesen Interesse an der gesellschaftlichen Auseinandersetzung hatte.
00:02:21: Und zumindest aus heutiger Sicht hab' ich's da nicht
00:02:22: bereut.".
00:02:23: Da hast du ja jetzt die perfekte Ausgangslage um eigentlich deinen Kindheitswunsch, dann noch Wirklichkeit werden zu lassen.
00:02:29: Zumindest ein bisschen anderer Form!
00:02:31: Schauen wir mal was die Zukunft bringt?
00:02:33: Ja, es wird spannend.
00:02:33: Lass uns mal einsteigen und wenn man über dich in letzter Zeit gelesen hat oder ein Podcast mit dir gehört hat, dann ging das auch immer um dein Examen.
00:02:41: Kannst du vielleicht dazu kurz etwas erzählen?
00:02:44: Na klar also... Ich habe mein Exam im in der letzten Oktober-Kampagne gemacht.
00:02:48: Das ist immer so, dass unser Staatsexam sich über einen längeren Zeitraum zieht.
00:02:50: Ich habe also meine schriftlichen Prüfungen im vergangenen Oktober abgelegt und dann mit der mündlichen Prüfung zusammen im letzten März mein erster Staatsexamen abgeschlossen das mit einem Ergebnis von vierzehn bis fünf Punkten staatlich.
00:03:01: damit war ich das beste Ergebnis in Berlin und Brandenburg in dieser Kampagne.
00:03:05: was in den Medien aber viel mehr in den Fokus gestellt wurde die Bewertung einer einzelnen Klausur meiner schriftliche Bewertungen.
00:03:12: eine Klausur, in der mir meinen Erstkorrektor ins Voto geschrieben hat.
00:03:15: Er würde sich vor meiner Leistung verneigen und mir Respekt zollen und mir dann achtzehn Punkte die Höchstpunktzahl gegeben hat.
00:03:22: Das war das was von den Medien viel aufgegriffen wurde.
00:03:25: zur Wahrheit gehört aber auch dazu die Klausure wurde am Ende gar nicht mit achtzehnt Punkten bewertet sondern mit siebzehnten Punkten weil die Zweitkorrektor abgewichen ist was ich dann leider in den Medienberichten nicht so gut wiedergefunden habe.
00:03:34: Aber wie gesagt das war der Punkt das Erlebnis was das Ganze zum Anlauf genommen hat.
00:03:40: Und jetzt sitzen wir hier.
00:03:41: Wie hast du denn selbst darauf reagiert, als du das gesehen hast?
00:03:45: Das war jetzt weiteilig.
00:03:46: Zuerst hatten wir die Ergebnisse nur mit dieser Punktetabelle.
00:03:49: Das ist in Melden-Brennburg mal so üblich, dass kurz vorher also beim Januar dann quasi diese Tabelle mit den reinen Prüfungsergebnissen... veröffentlicht wird im Internet und da standen siebzehn Punkte.
00:03:59: Das war schon voll und ganz ausreichend, hat mich unglaublich gefreut weil ich auch da schon daran gezweifelt habe ob das wirklich stimmen kann oder nicht.
00:04:06: wie das in Jura halt manchmal so ist wir gehen ja eher vom schlechteren aus als von besseren.
00:04:11: und als ich dann Akteneinsicht beantragt hatte um mir meine Woten, meine Klausuren und ähnliches geben zu lassen Da hat sich dann gezeigt, der Erstkorektor hat sogar achtzehn Punkte gegeben und dieses Votum geschrieben wo er sich ja regelrecht vor Freude überschlagen hat was meine Bearbeitung angeht.
00:04:25: Er stellt eine zweite Klausurglösch mit gelöst zu haben.
00:04:28: Und das war natürlich nochmal so ein Schockmoment wo ich mehrfach lesen musste bevor ich überhaupt so richtig verstanden und geglaubt habe.
00:04:33: Aber es waren natürlich einen unglaublich schönen Moment und für mich war's irgendwie so dass i-Tüpfelchen auf dem gesamten Examen Ich hätte mir euch aber nicht träumen lassen das ist am Ende Also ein sehr gutes Examen wird, aber es war großartig.
00:04:45: Es war ein schönes Gefühl und mal schauen was der Weg jetzt damit bringt weil sich damit natürlich auch viele neue Möglichkeiten aufgetan haben.
00:04:52: Wie kam's denn eigentlich zu dem Medienrommel?
00:04:54: Das war am Tag der mündlichen Prüfung so ein bisschen in Szene gesetzt.
00:04:58: Also, mündliche Prüfungen zeichnen sich ja leider dadurch aus und man hat sehr lange Wartezeiten.
00:05:02: Man sitzt und wartet bis die Prüfungskommission sich entschieden hat.
00:05:05: Und es ist nur eine meine Gruppenprüfung.
00:05:07: was macht wenn man als Gruppe da sitzt und irgendwie probiert die Zeit totzuschlagen?
00:05:10: Man redet über alles über Gott und die Welt und so sind wir halt irgendwann auf das Thema gekommen weil meine Gruppe wusste dass ich relativ gut vorbewertet bin.
00:05:19: Die Frage aufkam, was steht in so einem Votum?
00:05:22: Wo man doch in die höheren Punktzahlen kommt.
00:05:24: Dann hab ich den das gezeigt und einer von denen hat einen Bekannten der eine Instagram-Seite mit Jurakontent betreibt und hat gefragt, ob er das für diese Seite haben kann.
00:05:33: Ich dachte mir ja okay im besten Fall motiviert es vielleicht einige dass man sieht es gibt doch solche Woten man kommt doch in diese Punktbereiche oder Es gibt auch wohlwollende Bewertungen weil ihr ansonsten eher Negatives in den Woten zu lesen ist.
00:05:45: und deshalb dachte ich mir Dann stelle ich es zur Verfügung, warum nicht?
00:05:50: Und dann hat das alles seinen Lauf genommen.
00:05:52: Du wusstest nicht was du tust in dem Moment!
00:05:54: Ich hätte nicht gedacht dass es solche Wellen schlägt.
00:05:56: Also wirklich überhaupt nicht.
00:05:59: Das kann auf den einen oder anderen vielleicht eine Wirkung entfalten oder es kann vielleicht in den sozialen Medien thematisiert werden aber ich hatte nicht gedacht, dass dann plötzlich gefühlt jede zweite große deutsche Zeitung bei mir anruft und mein Interview bittet.
00:06:10: Was aber eigentlich die Aussage dahinter auch für mich ist, wenn das so viel Aufmerksamkeit erregt heißt es ja dass das extrem selten vorkommt.
00:06:17: Ich weiß wir hatten bei Telnbock im Anfang als Marketing Material mal so eine Karte die man eben auf Messen oder ähnlich mitnehmen konnte und auf der standen achtzehn Punkte bekommt.
00:06:26: nur Gott was sagt denn das eigentlich über das Bewertungssystem aus?
00:06:29: Das ist offensichtlich.
00:06:31: Ich muss fast sagen, weil du hast es hier erreicht oder zumindest vom Erstkorrektor erreicht.
00:06:35: Aber dass diese Bewertungen eigentlich nicht real sind oder eben nur ganz selten vorkommen?
00:06:40: Es gibt ja statistische Erhebungen, die sich das anschauen.
00:06:42: Es gab vor einigen Jahren eine Erhebung aus NRW wo sich alle Examsnoten eines Jahrgangs mal angeschaut wurden.
00:06:48: Das waren ungefähr sixteen tausend fünfhundert Einzelleistung wieder betrachtet worden und darunter wurde ein einziges Mal achtzehn Punkte quasi als Gesamtergebnis vergeben.
00:06:56: Das heißt also, sie kommen vor wenn auch im statistisch faktisch nicht messbaren Bereich.
00:07:00: und wenn ich mir dazu noch den gesamten sehr guten Bereich in schriftlichen Klassen alles von sechzehn aufwärts anschaue dann sind wir immer noch bei unter Null Komma drei Prozent Anteil der an den Noten hängt.
00:07:09: das zeigt glaube ich schon dass natürlich eine seltenheit ist Aber es ist wahrscheinlich nicht so extrem selten wie das Medien Echoes dargestellt hat.
00:07:20: Denn man muss zur Wahrheit sagen, es kommt immer mal wieder vor gerade in Einzelleistungen.
00:07:24: So gab's in meiner Kampagne ja auch eine Kollegin die sogar mit beiden Korrektoren die achtzehn Punkte Marke erreicht hat und damit eine herausragende Leistung erzielt hat.
00:07:31: aber Es ist in der großen Masse Und wenn man das rein statistisch prozentual betrachtet hat ein so niedriger Wert von all diesen achtzehn Punkt- und sehr gut Bewertungen, dass man sich schon fragen muss ob dieses Bewertungssystem überhaupt noch funktioniert oder ob das so weitergehen kann wie es gerade läuft.
00:07:46: Was würdest du denn sagen wenn du auf deine Vorbereitung zurückblickst?
00:07:49: Wie wichtig war eine strukturierte Vorbereitung und wie wichtig ist auch ein gewisses Talent für Jura.
00:07:55: Ich denke, Vorbereitung ist alles in der Hinsicht.
00:07:58: Denn die Examsvorbereitung als solch hier ist ein sehr langer Weg.
00:08:01: Ich habe mich eineinhalb Jahre ungefähr vorbereitet.
00:08:03: Ich hab zuerst im Uni-Rab angefangen.
00:08:05: Hab dort probiert ein paar Angebote wahrzunehmen so ein bisschen meine Lücken zu schließen.
00:08:09: Wollte dann ins kommerzielle Repetitorium wechseln und hat mir dann immer schon so ein bissel meine Gedanken gemacht was mache ich wann?
00:08:15: Wie kriege ich das alles unter?
00:08:16: dass ich am Ende möglichst alles abgebildet habe und alles wirklich thematisieren konnte Denn es ist letztendlich ein Kampf mit der Masse an Themen, das ich selber entscheiden muss und selbst abspecken muss.
00:08:27: Was mache ich?
00:08:28: Womit beschäftige ich mich vielleicht
00:08:30: nicht?".
00:08:31: Und wenn ich da den Überblick habe, dann kommt man schnell in die Gefahr sich zu verzetteln oder manche Dinge ausführlich zu machen, gerade Nischen-Themen.
00:08:39: Der ist große Gans aus den Augen zu verlieren.
00:08:40: Das ist immer so eine Gefahr.
00:08:42: Weshalb die Vorbereitung sicherlich der erste wichtige Schritt ist, dass man sich vorab schon genau anschaut, was möchte ich machen?
00:08:50: Aber das Wichtigste ist dann wahrscheinlich auch Durchhaltevermögen.
00:08:53: Also Talent ist die eine Sache, ich weiß gar nicht mal ob man für Jura wirklich ein so großes Talent haben kann weil letztendlich die Klausur, die Bewertung als solche, dass es da natürlich eine Frage des Einzelfalls... also eine Frage letztendliche der gesamten Bedingungen kenn'n den Fall.
00:09:07: oder habe ich mit so etwas schon mal gearbeitet?
00:09:09: wie wohl wollen?
00:09:09: Ist die Bewerbung, wie gut bin ich in die Klosso reingegangen, wie kommt meine Gedanken rüber?
00:09:15: und deshalb glaube ich eigentlich, dass dieses breite Vorbereiten wichtiger ist als die eigentliche Frage nach Talent.
00:09:20: Gibt es so einen Hack, den du sagen würdest?
00:09:22: Das hat für dich den Unterschied gemacht in der Vorbereitung.
00:09:26: Ich glaube schon dieses langfristige Plan vor allem.
00:09:28: Also ich habe mir wirklich einerseits fest vorgeplant wann möchte ich welche Themen wiederholen.
00:09:32: Ich hab meine Tage quasi blockweise immer geplant dass ich morgens angefangen habe mit seiner Art Wiederholungseinheit.
00:09:38: und dort habe ich halt wirklich von vornherein bereits festgelegt also bevor es inhaltlich wirklich mit der Examsvorrettung angefangen hat, dass ich mir die Themen angeschaut habe nach der Prüfungsordnung meine Notizen meiner Aufzeichnung was ich bis dahin auf diesem Weg alles gemacht habe oder womit ich mich beschäftigt habe und dann entsprechend angefangen habe zu sortieren.
00:09:56: Block eins sind diese und jene Themen.
00:09:57: block zwei das und das Und mir das dann wirklich mit dem Kalender mal rausgesucht hat, dass ich in regelmäßigen Abständen die Themen wiederholt habe.
00:10:03: Dann waren es bei mir also wirklich quasi jeden Tag ein Block und entsprechende Klausuren.
00:10:07: In Berlin-Brandenburg haben wir sieben Examsklausuren drei Tage Zivilrecht zwei Tage Öffentliches Recht zwei Tage Strafrecht.
00:10:15: Programmplan eingetaktet.
00:10:17: Das ist dann alle paar Wochen wiederholt wurde und dadurch hatte ich halt immer diesen Wiederholungseffekt, wobei natürlich mit jeder neuen Einheit auch das was ich in der Zwischenzeit zum Thema erarbeitet habe mit dazugekommen ist und sodass nicht nur Wiederholungen von Alten sondern letztlich auch Neues mit reingekommen
00:10:29: ist.".
00:10:30: Und die Vorbereitung war aber hauptsächlich dein Plan?
00:10:34: Du hast nicht unbedingt mit dem kommerziellen Rap oder auch mit dem Unirep zusammengearbeitet.
00:10:39: Ich hab Veranstaltungen und Programme genutzt, soweit es ging.
00:10:42: Im Unirep auch sehr viel mehr als mit den Kommazierenrepetitorien.
00:10:45: Ich sag dir an einer oder anderen Stelle ... ich hab mit dem Commazieren-Repetitorium angefangen, aber irgendwann damit aufgehört.
00:10:52: Weil ich gemerkt habe, ich komm damit nicht zurecht oder bin nicht so der Typ Lerner im Commazier in Repetitoriums.
00:10:59: Das ist eine Entscheidung, die man treffen muss, denn letztendlich ist D-Exzernsordnung ein eigener Weg für sich selbst.
00:11:03: Mhm!
00:11:04: Und dementsprechend, ich hab mir das, was mir etwas gebracht hat genützt.
00:11:08: Zum Beispiel Fälle habe ich trotzdem probiert, soweit durchzugehen wie sie für sinnvoll erachtet haben.
00:11:13: aber solche Dinge die teilweise dort geraten wurden oder solche Angebote von denen ich gemerkt hab dass ihr mich nichts bringt, die habe ich dann halt aktiv abgewählt und mir stattdessen meine eigenen Sachen gemacht.
00:11:24: also am Ende es war quasi eine Mischung aus Alm.
00:11:26: Ich hab mir vor allem so ein bisschen die Rosinen herausgepickt von dem was für mich am besten passt und daraus dann meinen eigenen Weg gebaut.
00:11:32: Aus meiner eigenen Examsvorbereitung weiß ich noch, dass sich eine ganz große Herausforderung fand von dem passiven Lernen wirklich ein aktives Wissen zu kommen.
00:11:39: Also das was ich gelernt habe dann auch in der Klausur umsetzen zu können.
00:11:42: würdest du empfehlen Klausuren recht schnell in die Vorbereitung mit einzubinden?
00:11:46: Ich denke schon.
00:11:47: also es ist ja kein Geheimnis wissen allein reichten Jura nicht sondern wir brauchen auch diese Methodik und das Problembewusstsein wann spreche ich was in welcher Tiefe an?
00:11:55: Und letztendlich ist das Schöne an unseren Klausurn.
00:11:59: Wir wissen immer was als Aufkampfschirm kommt.
00:12:00: Es ist immer ein Fall den ich gut achten, bewerten muss und wo ich Probleme lösen muss.
00:12:05: Deshalb ist das Klausur-Format als solches zumindest vorgegeben.
00:12:08: Und das hilft natürlich dann wenn ich dieses Klausursformat möglichst früh über.
00:12:11: Ich denke deshalb Klausuren sollte man so schnell wie möglich anfangen gerade auch um einen Gefühl für die Zeit, für diese Methodik, für das Schreiben, für es formulieren zu bekommen.
00:12:19: Aber grad am Anfang ist der Wissenserwerb bei solcher im Fokus.
00:12:23: Ich hab mir das meist so eingeteilt, dass ich zuerst eine Phase hatte, wo wirklich das Wissen als solches im Fokuss stand?
00:12:28: Also das Aufbau von Wissen, wo ich dann eine Klausur pro Woche geschrieben habe und ansonsten hat er mit Lehrbüchern Skripten probiert, mir mein Wissen zusammenzutragen.
00:12:36: Das hat sich damit gesteigert.
00:12:38: Irgendwann waren es zwei Klausuren pro Woche oder mehr Fälle.
00:12:41: Am Ende hab ich nur noch mit Fällen gearbeitet, Und so hat sich das dann nach und nach verschoben.
00:12:48: Aber am Anfang reicht es, wie gesagt ein bisschen mit Fällen zu arbeiten.
00:12:51: oder ist es auch überhaupt nicht schlimm wenn man die Fälle zum Beispiel probiert mit seinen Aufzeichnungen zu lösen?
00:12:54: Oder dann Hält-Hilfsmittel zur Verfügung nimmt denn es ist wichtig überhaupt erst mal reinzukommen diese Hemmschwelle zu überschreiten.
00:13:01: Würdest du sagen es ist auch ratsam bevor man in das richtige Samen einsteigt zum Beispiel den Probiersklamm mitzuschreiben dass ja viele Universitäten anbieten?
00:13:09: Ich habe es zweimal gemacht und ich fand's beide mal eine richtig gute Erfahrung.
00:13:13: Natürlich ist das anstrengend, weil wenn unter Originalbedingungen dann letztendlich diese Klausuren da probiert werden und man wirklich in einem Raum mit anderen Studierenden zusammensitzt wie es unter originalen Examsbindung auch laufen soll, dann ist das natürlich eine gewisse Belastung.
00:13:27: Und vielleicht auch die Frage bin ich wirklich bereit dafür?
00:13:29: Aber es ist das beste Feedback was man am Ende bekommen kann, wenn man sich dann genau mit diesen Themen auseinandersetzt, weil man genau diesen Ablauf einmal bekommt.
00:13:39: Also, es war eine harte Zeit dann natürlich wie die gesamte Examsvorreitung und wahrscheinlich noch mal ne größere Belastung als wenn ich nur normale Klausuren pro Woche schreibe.
00:13:47: Aber ich finde das hat sich gelohnt und vor allem wenn ich mir meine Ergebnisse anschaue im Vergleich zu dem Probeexamen ist da mein richtiges Ergebnis tatsächlich sogar nochmal besser gewesen sodass ich glaube dass auch dieser Lerneffekt und dieses Reinkommen dieses... Ich schrei be mehrere Klausur in aus verschiedenen Gebieten an mehreren Tagen hintereinander dennoch so ein Lerneffekt hatte für das eigentliche Vorgehen der Klausure.
00:14:07: Lass uns gerne noch mal ein bisschen tiefer einsteigen bei dem Thema Belastung, sowohl in der Vorbereitung als auch im tatsächlichen Examen.
00:14:12: Ich glaube es ist ziemlich einzigartig beim Jurastudiengang das zwei Wochen letztlich über fünf Jahre Studium entscheiden Wie schätzt du das ein und wie schätzst auch du mit diesem sehr guten Ergebnis die die Belastungen ein?
00:14:27: Die man im Vorfeld hat und die man auch während des Exams hat?
00:14:30: Also ich denke die Belastung ist während des gesamten Studiums schon ziemlich hoch.
00:14:33: Das fängt ja im ersten Semester an, teilweise hört man diese bösen Sprüche aus Veranstaltungen für Erstis.
00:14:38: schauen sie links schauen sie rechts die Menschen eben ihnen werden demnächst nicht mehr da sein.
00:14:42: und also solche Sprüchen das ist ja in Jura leider an manchen Stellen immer noch Realität Nicht an allen Universitäten, natürlich auch nicht in allen Veranstaltungen.
00:14:48: Aber es ist so unterbewusst immer dieser Druck der da mitspielt oder die Erwartung von vornherein seit Beginn des Studiums.
00:14:56: Sie machen jetzt hier ihre universitäre Ausbildung und gehen danach ins kommerzielle Repetitorium wo sie dann noch mal die Examsbereitung ein Jahr eineinhalb Jahre machen Und schreiben dann das Examen.
00:15:05: Sie wissen jetzt schon Es wird eine ganz ganz furchtbare Zeit.
00:15:07: Das sind ja diese Sprüche mit denen man von voren herein konfrontiert wird.
00:15:10: dazu dann auch im Studium was man häufig erlebt die tendenziell negative im unteren Bereich angesiedelte Bewertungen, also das glaube ich führt alles dazu dass dieses gesamte Studium und dieser gesamte Weg den ich überhaupt bis zum Examen nehme schon eine ziemlich große Belastung vor allem auch einen ziemlich großen Respekt vor dem Examen erzeugt.
00:15:28: Und ich glaube deshalb, dass man schon auch sehr stark Diese psychische Belastung, diese mentale Komponente berücksichtigen muss.
00:15:37: Wenn ich weiß und mir über Jahre hinweg eingetrichtert wird, das wird eine furchtbare Zeit aber zwei Wochen entscheiden effektiv für mein Leben.
00:15:43: Da kommt noch der Schwerpunkt dazu mit dreißig Prozent.
00:15:46: Aber ansonsten sind es genau diese zwei Wochen.
00:15:49: Da kann alles passieren!
00:15:50: Da kann ein Ausrutscher passieren, da kann ich krank werden vorher... ...da kann ich mir irgendeine Verletzung zufügen Ich könnte mittendrin einen Unfall haben oder sonst irgendwelche Schreckensszenarien Und das hat dann unmittelbare Auswirkungen auf meine Zukunft natürlich.
00:16:04: Ich könnte natürlich in Verbesserungsversuch gehen oder ich kann einen Zweitversuch antreten beim Examen, aber die Belastung ist ja trotzdem da.
00:16:10: Deshalb ... Ich glaube, die Zeit ist schon sehr anstrengend und dass es so eine omnipresente Belastungen, die die gesamte Examsbereitung langgeht und auch das Studium schonen und sich mit jeder Stufe quasi noch mal
00:16:19: verschärft.".
00:16:20: Jetzt sagen ja viele auch, die dann im Anwaltsberuf tätig sind.
00:16:23: Ja aber so eine gewisse Durchhaltefähigkeit kann man eben durch diese Examensvorbereitung zeigen, die dich später auf den Beruf vorbereitet.
00:16:30: Siehst du das auch so oder sagst du es ist eigentlich
00:16:32: falsch
00:16:33: durch diese stressige Zeit gehen zu müssen überhaupt zum Examen zu kommen?
00:16:37: Also sicherlich wird man mit einer gewissen Stressresizenz entwickeln müssen diesen Berufen und insofern ist das Examen auch eine Reife Prüfung.
00:16:43: Ich frag mich aber trotzdem, ob das zeitgemäß ist wenn ein großer Teil der Studierende trotzdem am Studium zerbricht.
00:16:49: Es gibt ja immer wieder Abbrecher oder Personen die gar nicht erst im Examen kommen.
00:16:54: und wenn ich mir die Statistiken anschaue es gab hier aus dem letzten Jahr zum Beispiel eine Befragung Die Absolventenbefragungen des der Vereinigung der Bundesfachschaftsrette Jura, wo zwei Drittel der Jurastudierenden angegeben haben, dass sie ihr Studium nicht weiter empfehlen würden.
00:17:08: Dann frage ich mich eher ob das noch Belastungstest oder nicht eigentlich Alarmsignal ist und zeigt wie am Ende wir eigentlich sind?
00:17:16: Den auf lange Sicht ... wird das logisch dazu führen, dass wir Nachwuchsprobleme bekommen.
00:17:20: Wir stehen vor großen strukturellen Herausforderungen.
00:17:23: Gerade im Osten sind es immer größere Wellen an Pensionierungen, die eingehen ... Ich hab letztens gelesen in Sachsen ist es wohl fast jeder Zweite der in den nächsten zehn Jahren Rente gehen wird im Justizdienst und
00:17:33: d.h.,
00:17:33: die Stellen müssen nachbesetzt werden.
00:17:35: aber wenn das Studium so abstreckend gestaltet ist oder wenn dieser psychische Druck immer weiter zunimmt, ist das natürlich auch die Frage wie viele Menschen tun sich das gerade wirklich an?
00:17:43: Und grade jetzt im Kontext Ich nehme zumindest so wahr, die Generation Z ist ein bisschen anders beschaffen als vorherige Generationen.
00:17:49: Liegt mehr Wert auf dieses mentale Gesundheitsorientierte, auf mehr Freiraum und auf mehr Lebensführung?
00:17:56: Und stellt ihr Arbeit vielleicht nicht mehr ganz so sehr in den Fokus wie es andere Generation noch gemacht haben?
00:18:01: Dann entwickelt sich natürlich auch neues Lebensgefühl und die Frage ob solche Menschen dann wirklich diese Studie mit auf sich nehmen würden.
00:18:07: Ich kann die Frage für mich nicht beantworten Aber ich glaube, das muss man im Auge haben.
00:18:12: Das kann nicht sein, vor allem auch wenn alles auf diese zwei Wochen herabgeschätzt ist und alles was ich bis dahin erreicht habe ja dann gar nicht mehr zählt.
00:18:19: Hast du eine Vorstellung wie man es besser machen könnte?
00:18:22: Wie es aussehen könnte?
00:18:23: Auf lange Sicht glaube ich dass der beste Schritt ist diese zwei wochen Prüfungen zu entschlagen.
00:18:29: also einerseits inhaltlich natürlich Dazu vielleicht können wir gleich noch mal ein bisschen mehr sprechen.
00:18:33: Aber ich glaube, strukturell geht es vor allem darum, dass man nicht alles auf diese zwei Wochen als Gesamtergebnis ausrichtet.
00:18:40: Denn der Weg bis zum Examen ist ein sehr langer Weg.
00:18:42: Wir erbringen ja ziemlich viele Leistungen von Uni zu Uni verschieden.
00:18:45: Wir schreiben Hausarbeiten, wir schreiben Klausuren, wir besuchen Vorlesung und Noch-und-Nöcher.
00:18:49: Wir haben also eine riesengroße Entwicklung das Wissen anzueignen.
00:18:53: Und ich bin der Meinung, dass auch dieser Weg schon eine gewisse Entwicklung oder einen... zu Gewinn an Erkenntnissen bringt und dass das vielleicht sogar eher realitätsnäher eine Bezeichnung oder eine Entwicklung bewerten kann, welchen Weg ich genommen habe wenn ich mich in die Arbeit reinhänge.
00:19:08: Und wie ich über einen längeren Zeitraum herauf mit juristischen Problemen umgehe als wenn ich in zwei Wochen den reinen Prüfungsmodus abfrage.
00:19:15: Deshalb finde ich das eigentlich sinnvoll dann die Studienleistungen sprechen mit Insekzamen hereinzunehmen.
00:19:20: Ich kann den Punkt mit dem Stresstest natürlich verstehen, dass diese zwei Wochen Klausuren gerade diesen Stress emulieren sollen.
00:19:27: Aber das kann man als Komponente behalten.
00:19:29: aber es sollte nicht das Einzige sein was im Studium zählt.
00:19:31: Zumal wir jetzt auch ganz verinnerte Realitäten haben und heutzutage wahrscheinlich nicht mehr nur des Klausurschreiben oder in den klausuren abgeprüfte Fertigkeiten pondern dieses Ausformulieren, diskutieren und Gutachten formulieren.
00:19:44: Das Einzige ist was im juristischen Beruf meine Rolle spielt.
00:19:46: wir müssen uns mal mit der Zeit gehen und feststellen dass es vielleicht auch ein bisschen aus der zeit gefallen ist in einer Klausur wo ich nur das Gesetz als Hilfsmittel habe das reine Wissen abzufragen Und die ganzen anderen Entwicklungen KI und Zugriff auf Daten von quasi überall her nicht mehr im Auge zu behalten.
00:20:02: Ja das finde ich auch eine spannende Frage.
00:20:03: fünf Stunden Klausura mehr oder weniger ohne Hilfsmittel außerdem gesetzt würdest du sagen dass das relikt?
00:20:08: Oder eine sinnvolle Anforderung?
00:20:10: Die Mischung macht es.
00:20:11: Also ich glaube, ist auch wichtig dass man abruft ob das Wissen als solches vorhanden ist.
00:20:15: aber wie schon meinte Es kann nicht die einzige Bewertungsgrundlage sein.
00:20:18: Ich finde soft skills viel wichtiger teilweise im Studium Denn natürlich Ausdrucksfähigkeit und Schreiben und Gedanken zu Papier bringen ist wichtig.
00:20:25: Aber genauso ist ja zum Beispiel auch Auftreten, sprechen, rhetorische Fähigkeiten und ähnliches ist wichtig.
00:20:30: Wenn ich im juristischen Berufen bin, habe ich immer Menschenkontakt.
00:20:33: D.h.,
00:20:33: da können auch Fähigkeiten wie Empathie, Einflungsvermögen und ähnlich eine wichtige Rolle spielen.
00:20:38: aber die Möglichkeit, wie trete ich auf?
00:20:40: Wie stelle ich mich selbst dar?
00:20:41: Es ist wichtig in diesen Berufen vor Gericht wenn ich dort auftrete, aber auch an anderen Berufen der Universität im Professorium zum Beispiel, wenn ich Veranstaltung halte oder sonst andere Tätigkeiten... Ich muss mit Menschen sprechen und ich muss vor Menschen sprechen.
00:20:55: das hat auch einen gewissen Aussagecharakter.
00:20:57: Man kann durchs ganze Studium kommen, ohne ein einziges Wort gesprochen zu haben, wenn man es über Spitz beschreibt.
00:21:02: Ich habe im Schwerpunkt vielleicht diese eine Vortragsleistung und dann die mündliche Prüfung Staatsexame.
00:21:07: Ansonsten komme ich ohne einen Wort gesprochen, effektiv durch das Studium Und das ist natürlich auch kritisch zu hinterfragen, ob das wirklich noch zeitgemäß ist und das abbildet was denn am Ende in juristischen Berufen verlangt wird.
00:21:18: Wie hast du das für dich gelöst?
00:21:19: Hast du dir das trotzdem versucht, außerhalb der Universität anzueignen?
00:21:24: Ja, schon.
00:21:25: Ich habe irgendwann im Verlauf des Lumiums eine Schwerpunktqualifikation rettorekt belegt.
00:21:29: Das war auch nur ganz spannende Erfahrung wo man dann vielleicht einmal so vor Augen führt bekommen hat was man eigentlich alles beachten muss oder wie das ganze läuft und auf welche Kleinigkeit man vielleicht achten kann die dann ja auch einen erstaunlichen Mehrwert haben können.
00:21:42: Und vor allem habe ich mich immer selber gezwungen, im Studium zu reden.
00:21:45: Sei es nun durch aktive Mitarbeit in Lehrveranstaltungen oder aber das war ein weiteren Studium bei mir dann extrem wichtig durch Lerngruppen wo man natürlich gegenseitig die Fälle beschreiben muss und dann gegenseits für sich vorträgt und probiert darzustellen gemeinsam zu entwickeln.
00:21:58: Das sind ja alles Diskussionsteam oder alle Möglichkeiten wo ich gerade dieses Sprechen üben muss Und das war für mich die beste Übung und hat mir am Ende vor allem auch die mündliche Prüfung sehr, sehr stark erleichtert.
00:22:08: Weil man irgendwann in dieser Übung ist gemeinsam Fälle zu entwickeln, gemeinsam da ein Rechtsthema zu besprechen – was anderes ist die müdliche Prüfe am Ende ja dann nicht gewesen!
00:22:16: Es gibt ja doch in einigen Bundesländern die Möglichkeit, nach Rechtsbereichen abzuschichten im Examen.
00:22:21: Also es heißt das man sich die Fachbereiche so aufteilen kann dass man eben nicht alles innerhalb zwei Wochen hat sondern zu verschiedenen Zeitpunkten.
00:22:29: Würdest du sagen das ist sinnvoll und warum hat sich das bundesweit eigentlich nicht durchgesetzt?
00:22:34: Warum es sich bundesweilig durchgesetzt hat ist eine spannende Frage die ich wahrscheinlich nicht beantworten kann aber Ich finde den Gedanken gar nicht mal schlecht.
00:22:42: letztendlich ist es auch so Anwaltsberuf insbesondere spezialisiert man sich auf bestimmte Gebiete.
00:22:47: Wenn es gut läuft, hat man also nicht mit allem und jedem Gebiet gleichzeitig zu
00:22:51: tun.".
00:22:52: Ich finde trotzdem, dass die juristische Einheitsausbildung, die wir in Deutschland haben, ja schon einen gewissen Scham hat.
00:22:57: Die sorgt dafür, dass wir ein gewisses Ansehen weltweit haben, weil man letztendlich im Jura mit allen Themengebieten lernen zu arbeiten.
00:23:03: Es geht nicht so sehr um die Inhalte wie um die Methodik, dass ich an unbekannte Rechtsgebiete herangehe und lerne mit Normen zu arbeiten, dass sich Probleme strukturiert angehen und dementsprechend diese Kompetenzen entwickeln.
00:23:15: Und ich finde, das kann man auch machen wenn man einzelne Rechtsgebiete abschichtet und sich dann Schwerpunkte bildet.
00:23:20: Was ich aber ein bisschen problematisch für diesem Hintergrund sehe ist diese Vergleichbarkeit bundesweit also wenn nur einzelne Bundesländer diese Möglichkeit haben dass sie abschichten können.
00:23:28: Das ist natürlich meine Frage der Chancengleichheit wie sieht es aus?
00:23:31: Wenn ich mich da vorbereiten kann auf einen Rechtsgebiet wo hingegen in anderen Bundesländern mehrere rechtsgebiete gleichzeitig vorbreiten könnte.
00:23:36: Deshalb fände ich hier eigentlich eine bundeseinheitliche Lösung am ehesten charmant und dann hätte ich prinzipiell ja auch kein Problem mit der Möglichkeit zum Abschichten.
00:23:43: Wenn du jetzt wirklich drei konkrete Reformschritte umsetzen könntest, sozusagen wenn du Kultusminister wärst.
00:23:51: Auf welche Drei würdest du dich festlegen?
00:23:52: Was würdest Du am Juristudium ändern wollen?
00:23:55: Also das allererste was ich quasi... Sofort einführen würde während verdeckter Zweitkorrekturen.
00:23:59: Ich finde, es ist ein Unding das die Bewertung des Erstkorrectors den Zweitcorrektor ja gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden.
00:24:05: so bildet er sich keine eigenständiges Bild sondern ist erst vorbelastet.
00:24:09: Das führt dazu dass die Klausur wirklich zweimal bewertet ist.
00:24:12: wenn ich nicht vorher weiß wie hat mein Erstkorrektor die Arbeit eingeschätzt Sondern ich bilde mir mein eigenes Bild und das erhöht natürlich den objektiven Wertgehalt der ganzen Bewertungen.
00:24:20: dann haben wir nicht mehr solche Woten wie ich schließe mich dem Erst Korrektor nach eigener Prüfung an.
00:24:25: Das wäre der erste Schritt, den ich wirklich wichtig fände umzusetzen.
00:24:28: Und meiner Meinung nach ist es auch ein Schritt, der eigentlich relativ leicht und schnell erfolgen könnte.
00:24:31: Denn das ist ja kein großes Hexenwerk, dass man das auf den Weg bringt.
00:24:36: Ich weiß in Rheinland-Pfalz wurde das jetzt wieder eingeführt.
00:24:40: Es gibt Möglichkeiten und es gibt viel positives Feedback vor allem auch.
00:24:44: Diese großen Erwartungen dieses Auseinandergehen von Noten hat sich da gar nicht mal so sehr bewahrheitet.
00:24:48: aber es ist natürlich eine objektive Instanz.
00:24:50: wenn ich wirklich weiß und sicher sein kann... zwei Personen neutral voneinander, die Klausur angeschaut haben.
00:24:55: Deshalb finde ich das eine schöne Sache, die man schnell umsetzen kann.
00:24:58: Langfristig wäre ich nicht ein großer Fan davon, dass Staatsexamen so weit zu reformieren, dass noch einen Teil Aspekt der Gesamtbewertung bringt und dass man andere Dinge weiter in den Fokus rückt.
00:25:08: zum Beispiel Studienleistungen, denn dann habe ich mehrere Jahre entdeckt Zeit mit bereits einer Art Sicherheitspolster aufzubauen z.B.
00:25:14: durch die Klausuren, die ich in der Universität geschrieben habe, durch Hausarbeiten und sonstige Leistungen Und dann hängt nicht mehr alles so sehr von diesen zwei Wochen ab.
00:25:21: Das heißt also, das würde den Druck wahrscheinlich schon rausnehmen.
00:25:23: Man hat aber trotzdem das Staatsexam als gewisse Reifeprüfung oder diese Stressbewältigungssituation immer noch mit drin nur eben ohne daran zu zerbrechen weil man sich bereits ein bisschen darauf verlassen kann dass man eine Grundlage oder einen Grundstein gelegt hat ohne dass auf diese zwei Wochen alles ankommt.
00:25:39: Und zum Dritten würde ich mir auch die Studieninhalte natürlich noch ein bisschen anschauen.
00:25:42: Wie gesagt, der Einheitsjurist als solcher ist eine gute Sache wenn man zeigt dass man in allen Bereichen einen Grundlagenkenntnis hat.
00:25:51: Aber ich glaube, dass das Ziel der juristischen Ausbildung auch zu erreichen ist wenn man über die konkreten Inhalte ein bisschen näher nachdenkt.
00:25:57: Denn wir wollen ja nicht am Ende, dass jeder Jurist und jede Juristin alle Themen bis ins letzte Detail perfekt beherrscht weil da hunderttausend Probleme auswendig gelernt hat sondern es geht ja letztendlich darum, dass sich die Methodik des Rechts verstehe lerne, an Unbekanntes heranzugehen.
00:26:12: Dass ich mit unbekannten Normen entwickeln kann indem ich mit dem Gesetz arbeite, in dem ich verstehe was im Gesetz steht und dann die Probleme entsprechend herleite, strukturiere sauber löse und aufbaue das ist ja eigentlich das wo wir hin wollen und da ist meiner Meinung nach auch voll und ganz ausreichend wenn ich einzelne Regelungsgebiete zum Beispiel dann aus dem Pflichtstoff heraus streiche und dafür den Fokus dann auf andere weniger große Themen komplexe lege.
00:26:36: Ein Satz, der einem immer noch häufig begegnet von Nicht-Juristen ist.
00:26:40: Wenn man sagt, dass man Juror studiert hat ... Oh Gott!
00:26:42: Da muss man hier extrem viel auswendig lernen.
00:26:44: Du hast gerade ganz klar schon gesagt, man sollte auf die Methodik setzen.
00:26:48: Aber wie erklärst du letztlich Kommilitonen und Kommilitoninnen?
00:26:51: Die seit Jahren auf Meinungsstreiz setzen und die pauken den Unterschied?
00:26:56: Das ist relativ leicht erklärt.
00:26:58: Und wenn man sich neutral und faktisch anschaut, ist das eigentlich die logische Konsequenz.
00:27:03: Ich will gar nicht durchziehen, wie viele Meinungsstreits es gibt.
00:27:06: Ich hab mir natürlich auch Meinungsrechts angeschaut, häufig aufgeschrieben und dann in einem Dokument gesammelt.
00:27:10: für Rechtsgebiete im Strafrecht bin ich auf über fünfhundert Meinungs Streits gekommen Und im Zivilrecht kommen noch mal welche dazu.
00:27:16: um öffentlichen Recht nochmal Das sind nur diejenigen mit denen ich mich in irgendeiner Form schon beschäftigt habe.
00:27:20: Die Chance dass ein Meinungstreit rankommt den ich nicht kenne angesichts dessen das ja im Staatsexlam auch ganz gerne unbekannte Normen abgeprüft werden gerade im öffentlichen recht Die ist also relativ hoch.
00:27:30: und das bedeutet die Chance, dass einer der Streitigkeiten dabei ist, die ich gelernt habe.
00:27:35: Und die ich dann auch noch so gut verinnerlicht habe, dass sich es ohne Probleme zu Papier bringen kann, dies relativ geringen.
00:27:40: Deshalb ist die logische Schlussfolgerung daraus nicht die Streitigkeit und Argumente als solche zu lernen sondern die Methodik dahinter zu verstehen Also sich zum Beispiel anzuschauen.
00:27:49: Hier gibt es ein Problem, ähnlich funktioniert das in den gleichen Bereichen hier und dort.
00:27:52: Und dort kann ich eh nicht argumentieren.
00:27:54: Hier kann man mit dem Gesetz herleiten, mit den Auslegungsmethoden Wortlaut, Zweck- und Systematik.
00:27:58: Historischer Kontext ist klassischerweise schwierig.
00:28:01: Aber dass ich da dann immer wieder die gleichen Anhaltspunkte finde und sauber entwickle, wo kommt das her?
00:28:06: Wie kann ich zu einer möglichen Lösung kommen.
00:28:08: Es muss ja nicht immer in die herrschende Meinung sein, die ich am Ende finde und die ich so entwicke, aber solange ich auf das Gesetz gestürzt, methodisch, sauber arbeite und zeige wie ich zu einem Ergebnis gekommen bin, kann ich auch unbekannte Probleme in den Griff bekommen.
00:28:20: Bei sechs bis sieben Examsclosions ist die Chance schon sehr hoch, dass ich mindestens ein, wenn ich sogar mehrere unbekanntes Problem haben werde.
00:28:27: Du hast auch gesagt, dass Lerngruppen für dich ein Erfolgsfaktor waren.
00:28:31: Aber nicht um gemeinsam zu wiederholen und zum aktiven erklären?
00:28:34: Wie kann man sich das konkret vorstellen?
00:28:37: Das ist eine individuelle Frage wie alles.
00:28:40: Die Examsvorreitung zeignet sich vor allem dadurch aus, dass man seinen eigenen Weg geht.
00:28:46: Bei mir hat sehr gut geholfen mit Lern-Gruppen zu arbeiten.
00:28:49: Wir waren in der Examsvoreitung eine Gruppe von drei Personen.
00:28:52: Wir haben uns am Anfang zusammengetan überlegt, wie gehen wir vor haben.
00:28:57: Also quasi eine Art Organisationstermin gemacht, wo wir uns die Themen angeschaut haben und grob durchgesprochen haben was wollen we machen?
00:29:03: Wie wollen wir arbeiten?
00:29:05: Wie häufig wollen wir uns treffen und dann wirklich mit festen Terminen jede Woche zweimal jeweils einen Fall besprochen.
00:29:11: Wir haben das damals so aufgeteilt.
00:29:13: Jede Woche ein Zivilrechtsfall und Strafrecht und öffentliches Recht jeweils im Wechsel neben anderen Terminen Und dann war es quasi wie so eine Art eigene Arbeitsgemeinschaft.
00:29:20: Wir haben die Fälle vorab ausgewählt, dann hat jeder ihn mit einer Lösungsskizze vorbereitet und dann haben wir sie gemeinsam durchgesprochen.
00:29:26: Das hat genau dazu geführt!
00:29:28: Wir haben uns alle mit Problemen beschäftigt, haben aber auch in der gemeinsamen Diskussion gemerkt an der einen oder anderen Stelle sitzt es vielleicht noch nicht oder auch bei Dingen, wo wir denken haben es verstanden.
00:29:36: Stellt sich dann, wenn ich's andere erklären soll, ach nee ganz so gut klappt's ja doch noch nicht.
00:29:39: das muss ich mir doch mal anschauen und diesen gemeinsamen Austauschen das entwickeln von Problemen fand ist immer sehr schön dass man viele neue Anhaltspunkte und Ansätze bekommen hat.
00:29:48: denn da kommen dann Argumente oder Ideen auf die wäre ich allein nicht gekommen.
00:29:53: und so hat man wieder einen gemeinsamen Gruppenmehrwert um den Fall bestmöglich zu besprechen.
00:29:57: Und wie vorhin schon gemeint am Ende lernt man quasi für die Klausur als solche schonmal komplett und lernt mit der mündlichen Prüfung zusammen zu interagieren, das ganze ... gesprochen zu bekommen.
00:30:09: Aber wenn ich gesprochen habe, weiß ich auch wie sind Wörter, um es in der Klausur niederzuschreiben?
00:30:13: Deshalb finde ich die Lerngruppe den besten Mehrwert, um alles miteinander verbinden zu sprechen, sich aktiv mit Themen beschäftigen und gezwungen sein, jede Woche zu machen.
00:30:21: Wenn ich konkrete Termine habe wo andere Personen auf mich verlassen und gemeinsam aufgeschrieben hat dann ist es schwieriger wieder abzusagen aus der Nummer rauszukommen
00:30:30: Das stimmt.
00:30:31: Würdest du sagen, es ist wichtig in der Lerngruppe mit Personen zu lernen die ein ähnliches Leistungsniveau haben?
00:30:36: Nicht unbedingt!
00:30:37: Außerdem das ist ja auch mal so eine Frage was heißt gleiches Leistungsniveau?
00:30:40: ganz häufig ist es ja so eine Person ist in einem Rechtsgebiet sehr stark und im anderen vielleicht noch nicht so sehr oder in allen Gebieten so relativ gut dabei.
00:30:49: ich glaube in der Examenzubereitung ist es so dass sich vieles davon auch erst mit der Zeit findet.
00:30:54: Mir ging es so, dass mein Erkenntnis zu wachs gefühlt erst in den letzten vier fünf sechs Monaten so richtig gekommen ist.
00:30:59: Wo ich dann gemerkt habe auch Mensch, so hängt das alles zusammen.
00:31:02: So fällt das alles an den gleichen Platz zurück sammeln und dadurch kann man das Leistungsniveau vielleicht auch in der Gruppe vorher gar nicht so richtig bestimmen.
00:31:08: Ich denke wichtig ist es, dass man mit Personen arbeitet, mit dem man weiß, dass sich aufeinander verlassen kann also vielleicht auch von der Vorgehensweise her ähnlich denken oder sich ähnlich auf Dinge einlassen.
00:31:18: Es müssen nicht unbedingt die allerbesten Freunde sein, denn das verleitet natürlich auch mal so ein bisschen dazu dass man in der Lerngruppe abschweift.
00:31:26: Aber ich kann garantieren, es entwickelt sich aus der Lerngruppe heraus dann irgendwann auch eine Freundschaft.
00:31:30: Weil das quasi diese berühmte Gefahrengemeinschaft im Strafrecht als Garantengruppe.
00:31:35: Wenn man gemeinsam diesen langen Weg bis zum Examen geht, ist man irgendwann so sehr miteinander verbunden weil man dann ja dieses auf und ab und die ganze Situation miterlebt hat und gemeinsam den Weg begleitet dass man am Ende wirklich sehr sehr eng verbunden ist.
00:31:49: Du hast ja eine mutige Entscheidung getroffen, indem du das externe Repetitorium abgebrochen hast.
00:31:54: Das trauen sich gar nicht so viele!
00:31:56: Was war denn für dich der Moment, an dem du das entschieden hast?
00:31:59: Das war ungefähr nach dem ersten halben Jahr.
00:32:01: also ich will auch gleich dazu sagen es ist eine individuelle Entscheidung.
00:32:04: Ich hatte das in einem Zeitungsartikel auch erwähnt dass ich vom Repetiturium kein Fan war.
00:32:08: dann ziemlich viele Instagram-Nachrichten bekommen von teilweise verängstigten, teilweise schockierten Jurastudierenden.
00:32:15: Die meinten wie ich denn sowas sagen kann ihnen bringt das Repetitorium viel es bringt instruktur es hilft ihnen bei der Vorbereitung und deshalb ist mir vor allem immer wichtig zu sagen man muss den eigenen Weg finden.
00:32:26: so wie's mich nichts gebracht hat ist es für andere halt wichtig um eben diese struktur zu bekommen um in kleinen portionen das wissen aufbereitet zu bekommen und dann genau an die hand genommen zu werden.
00:32:34: was muss sich tun?
00:32:35: Wie gehts weiter?
00:32:36: worauf muss ich achten?
00:32:37: Das ist also was mich eher gestört hat, dieses langsame Schrittweise vorgehen.
00:32:42: Dieses hinterher hinken teilweise das was anderen extrem hilft weil es in Sicherheit und durch diesen ständigen Wiederholungseffekt auch so ein gewisses Schutzpolz damit an die Hand gibt.
00:32:51: für mich war das dann aber am Ende leider ein bisschen zu langsam.
00:32:53: Also ich habe halt gemerkt Ich sitze den Verantragungen nie mehr daraus nichts aktiv heraus Dinge, die für mich sehr klar waren oder die ich auf Anhieb verstanden habe dann halt zehnmal erklärt wurden und immer wieder aufs neue thematisiert worden sind.
00:33:07: Und daraus hab' ich dann irgendwann nichts mehr mitgenommen.
00:33:09: und dann war für mich die logische Konsequenz Ich muss meine Zeit hier nicht vergeuden und umsonst hier sitzen soll.
00:33:14: ich lass es jetzt sein.
00:33:15: Noch dazu hatte ich immer so ein bisschen das Gefühl, dass gerade in den Präsenzveranstaltungen gerne auch ein bisschen Angst mit dem Examen erzeugt wird nach dem Motto.
00:33:23: Ihr schafft das Examen nur wenn ihr genau das tut was wir euch hier auf den Weg bringen.
00:33:26: Ihr müsst euch da ganz genau daran halten und dann quasi immer so'n bisschen diese Richtung Abhängigkeitsverhältnis vielleicht schon zu gehen.
00:33:33: und da ich generell immer schon ein bisschen anders oder mein Herangehen sich vielleicht von dem entschieden hat was manche andere machen hat das dann nicht immer ganz so stimmig funktioniert.
00:33:41: Also ich hab dann vieles von dem zum Beispiel was im Repetitorium als, so muss man es zwingend machen hinter fragt oder anders gesehen.
00:33:48: nein!
00:33:49: Ich würde's eher so herummachen denn dass macht für mich so und so mehr Sinn und das hat natürlich auch ein bisschen zu konflikt mit den Repetitoren geführt die dann am Ende halt auch nichts für den gesamten Kurs gebracht haben.
00:33:58: und dann war es für mich die logische Entscheidung okay dann gehe jetzt meinen eigenen Weg und mach allein den war damit weiter.
00:34:03: Lass uns noch mal auch dazu sprechen, wie du den mentalen Druck im Jurastudium letztlich bewältigt hast.
00:34:07: Also was deine individuelle Lösung dafür war und was dir geholfen hat?
00:34:12: Mir hat vor allem immer geholpen diese ganze Planung auf einen Blick zu haben.
00:34:15: also dadurch dass ich von vornherein wusste es ist ein längerer Zeitraum Es ist zwar sehr lang aber es ist eine Zeitraum der wieder zu Ende geht Hat mir das vor allem so geholft zu wissen Eine Ende ist in Sicht, irgendwann ist es vorbei und dann wird's auch wieder besser.
00:34:30: Das hat mir so ein bisschen immer Halt gegeben um die schwierigen Phasen durchzustehen.
00:34:35: Ansonsten war für mich immer dieses Vorpläne unvermachtes Gemeinsame mit anderen relativ wichtig.
00:34:40: Gerade die Lerngruppe war nicht nur ein Ort zum Austauschen über Inhalte.
00:34:44: Es war auch ein Ort wo man sich gegenseitig Rückhalt geben konnte und wo man gemeinsam durch das Examen gegangen ist.
00:34:48: Wo man sich da mal unterstützen konnte oder wenn ... dass der einen Person in der Exams-Waltung nicht gut ging oder Zweifel kam, man sich gegenseitig auch Rückhalt geben konnte.
00:34:57: Das war immer eine schöne Sache, weil man sich dann gegenseiter aufgeholfen hat.
00:35:01: Deshalb, finde ich ehrlicherweise, war das der beste Weg gemeinsam mit anderen, die genau in der gleichen Situation sind und nachvollziehen können?
00:35:08: Was bedeutet es Staatsexam zu schreiben oder Staatsexamt vorzubereiten?
00:35:11: Was hängt davon ab, dass man sich da gegenseiliger unterstützen konnte und dafür da war?
00:35:17: Und was man auch nicht unterschätzen darf, Pausen!
00:35:19: Also es ist ja häufig so, manche genieren sich dafür zuzugeben.
00:35:22: Sie haben Pausen gemacht oder sie probieren die Pausens zu reduzieren oder brüsten sich damit.
00:35:27: Sie waren heute wieder von acht bis einundzwanzig in der Bibliothek und solche Geschichten, die man teilweise kennt ... Wo ich mir dann immer sage, Pausengehörn sind genauso zum Lernen.
00:35:36: dazu denn zwischen den einzelnen Lerneinheiten oder Phasen brauche auch einen Zeitpunkt, wo ich das Wissen verarbeite, also meinem Kopf quasi eine Auszeit gebe.
00:35:44: Dafür sind Pausenextremen wichtig Wenn man merkt, es geht nicht weiter und zusätzliche Kaffeepauser einzubauen oder mit Freunden den Tag immer früher zu beenden.
00:35:54: Oder auch wenn man merkte, das geht gar nicht weiter dann vielleicht auch mal ein oder zwei Tage auszusetzen oder zwischendrin auch mal einen Urlaub zu machen.
00:36:00: also auch das gehört mit dazu dass man die Balance findet zwischen dem arbeiten und dem wieder zur Ruhe kommen wieder den richtigen Weg finden und so entsprechend dann vorankommt.
00:36:12: Wie sah das denn bei dir aus?
00:36:13: Hast du Lernpausen gemacht, warst du jeden Tag von acht bis einundzwanzig Uhr in der BIP und gab es auch mal in der Examsvorbereitung einen Urlaub.
00:36:20: Ich war nicht jeden Tag in der Bib aber ich habe probiert schon häufig hinzugehen weil mir dieser räumliche Aspekt gut getan hat dass ich quasi wusste ich bin in einer Bibliothek und wenn ich dann wieder zu Hause bin dann wird nichts mehr gemacht.
00:36:30: oder das hat am Anfang funktioniert ich gebe sie ja zu am Ende nicht mehr ganz so gut aber es war halt schon immer so.
00:36:35: eine Sache ist dieses Arbeiten, ich hab mir zwei Grenzen gesetzt oder ich habe mir mal so eine Schlusslinie gesetzt.
00:36:40: Jetzt ist Schluss und es waren häufig schon Tage so neun bis achtzehn in der Bibliothek oder ähnliches aber dazwischen waren natürlich auch mal Pausen.
00:36:47: das heißt nicht dass ich von Neun bis Achtzehn durchgearbeitet habe sondern gab's einen Mittagspausen sehr häufig noch meine Kaffeepause Und die haben dann gedauert wie lang sie eben gedaubert haben.
00:36:54: also es war nicht so.
00:36:55: fünfzehn Minuten sind vorbei zurück in die Bibliothek Sondern dann saß man auf einmal dreißig Minuten oder forty Minuten vielleicht auch mal eine Stunde und hat da noch ein bisschen gequatscht oder sonst irgendwie die Zeit verbraucht oder den Spaziegang beim Campus gemacht.
00:37:06: Gehört mal dazu, das ist genauso wichtig.
00:37:08: Dass man das in die Zeit mit einbringt und Urlaub gab's dann auch?
00:37:11: Ich muss sagen vor dem schriftlichen Examen habe ich das nicht mehr so sehr gemacht da hab' ich schon durchgezogen aber es hat sich ja aus anderen Gründen einfach zeitlich nicht ergeben.
00:37:20: Ich hab' dann im Dezember zwanzig vierundzwanzig wenn ich im Oktober fünfundzwann sich das Examen geschrieben hab noch einmal ein bisschen mehr Urlaub gemacht und war nochmal zwei oder drei Wochen unterwegs und hab mir da die Zeit genommen.
00:37:32: Das hat mir geholfen.
00:37:34: Und vor den mündlichen Prüfen, was dann tatsächlich so das Wochenende bevor ich die mündliche Prüfe gegangen bin.
00:37:37: Da hab' ich auch noch mal einen Wochenende Urlaub gemacht und es war eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe und die ich glaube, die ja ganz gut gewesen ist weil ich da nochmal Ruhe finden konnte um mich ein bisschen gesammelt habe ohne dass ich mich mit dem Stoff verrückt mache.
00:37:49: Hast du dann auch ein Ritual gehabt während des Exams?
00:37:52: Also auch wenn dann etwas dein Platz eingenommen... Die Klausuren wurden verteilt usw.. Wie sah der Tag bei dir aus?
00:37:58: oder die Tage?
00:37:59: Ein richtiges Ritural hatte ich gar nicht mehr.
00:38:01: so sehr.
00:38:01: also Für mich war der schlimmste Moment diese Unwissenheit, bis der Sachverhalt auf den Tisch lag.
00:38:07: Man kommt in den Raum rein und sitzt am Tisch und wartet, dass es endlich losgeht.
00:38:12: Dann werden die Blätter ausgeteilt.
00:38:13: Bis man umdreht und sieht, was auf dem Sachverhalt steht, was in der Klausel vorkommt ... Das war für mich die Feuerprobe dieses Abwarten, wo ich regelmäßig gedacht habe, ich werde verrückt, ich werd wahnsinnig!
00:38:24: Also, als es dann losgegangen ist, bin ich ein bisschen wie in meiner eigenen Welt versunken.
00:38:27: Ich hab mich mit dem Fall beschäftigt und wusste fünf Stunden ab jetzt.
00:38:30: Jetzt ist nur dieser Fall und das, was ich weiß, was im Gesetz steht und womit ich arbeiten muss?
00:38:35: Und habe mich voll und ganz darauf konzentriert.
00:38:36: Da hab ich alles andere um mich herum ausgeblendet und mich voll drauf gestürzt.
00:38:41: Hab das probiert zu bearbeiten so gut wie's geht.
00:38:44: Wenn du unbekannte Normen drin bist, mein Gott, dann hab ich die Methoden, die ich hatte, etwas zu entwickeln.
00:38:51: In einer Klausur ... Eine Zivilrechtsklausel zum Beispiel, da war der Schwerpunkt dann die Vorgesellschaft.
00:38:57: Und dann entsprechend GmbH-Richt und all solche Sachen.
00:39:01: Ich musste zusammen mit Gesellschaftsrecht, da habe ich mich niemals so dezidiert auseinandergesetzt.
00:39:04: Im ersten Moment weiß natürlich oh Mann was soll das?
00:39:06: Wie gehe ich an sowas ran!
00:39:08: Aber am Ende habe ich die Klauseln trotzdem ganz gut gemeistert, mich genau damit dass sich mit dem Gesetz entwickelt haben normalen Grundlagen, was braucht man?
00:39:16: Dass eine Gesellschaft entsteht.
00:39:17: Wie ist damit umzugehen?
00:39:18: Handelt es sich um eine Personengesellschaft gegen die Voraussetzung für ein GmbH?
00:39:21: Gründung bereits vor all diese Sachen einfach sauber und ordentlich dargestellt hab?
00:39:24: Und bin so zum guten Ergebnis
00:39:25: gekommen.".
00:39:26: Das hat mir dann den Rückhalt gegeben, mich nicht verrückt zu machen während der Klausur.
00:39:32: Diese fünf Stunden, wie hast du das empfunden?
00:39:34: Kamst du mit den fünf Stunden immer gut klar?
00:39:37: Ich glaub ich war da sehr privilegiert in der Hinsicht.
00:39:40: Es gab kaum eine Klausuhr, wo ich nicht früher fertig war.
00:39:43: Teilweise hatte ich gut eine Stunde noch Zeit, um da nochmal durchzugucken oder durch die Arbeit zu schauen.
00:39:49: Das liegt vor allem daran... Ich schreibe relativ schnell und verbringe nicht viel Zeit mit Lösungsgitzen!
00:39:54: Es ist ja immer so ein berühmter Spruch.
00:39:55: Man sollte die Arbeit erst mal komplett durchdacht haben bevor man anfängt wirklich niederzuschreiben.
00:40:00: Das war bei mir leider nicht so denn ich habe klassischerweise wirklich immer wenn ich mir eine Lösung geschrieben hab, am Ende ein ganz anderes Ergebnis raus.
00:40:08: Ich denke beim Schreiben und dann kommt mir noch mal einen Einfall oder sonst ne Kehrtwendung.
00:40:13: Und am Ende ist das was auf meiner Klausur im Gutachten steht etwas ganz anderes als das was in meiner Lösungsgit zerstand.
00:40:18: Deshalb waren meine Lösungen meist eine Sache von zehn, fünfzehn vielleicht zwanzig Minuten wo ich mir wirklich nur die wesentlichsten Punkte, Problemen, Normen, die ich prüfen möchte aufgeschrieben habe nach vorn gebracht, dass ich relativ schnell ins Schreiben gekommen bin und dann alles runtergeschrieben habe.
00:40:36: Gut manchmal muss sich dann noch durch entsprechende Nachträge auf Zusatzseiten vielleicht noch mal einen späteren Garnank mit reinbringen aber dadurch hab' ich halt nicht so viel Zeit verloren in Anführszeichen als wenn ich erstmal zwei Stunden mit der Lösungsskizze verbracht hätte.
00:40:50: Das war also ein Punkt der mich sehr schnell vorangebracht hat Und eben auch dieses viel Trainieren aus dem Klausuren schreiben wirklich immer mit genau den gleichen Füller hab' Ich das dann auch gemacht.
00:41:00: Mit diesem kann ich schreiben, das funktioniert.
00:41:02: So komme ich voran und deshalb war die Klausur und das eigentlich ausformulieren in meine relativ entspannte Sache für mich zum Schreiben ist anstrengend natürlich es geht auf die Hand aber Es war zeitlich für mich zumindest sehr gut machbar.
00:41:14: Was würdest du denn Studierenden raten die mit dem Gedanken spielen das Examen abzubrechen weil ihnen der Druck zu groß wird?
00:41:22: Das ist eine schwierige Frage die jeder für sich selbst beantworten muss.
00:41:25: Grundsätzlich heißt es natürlich Gesundheit und die Psyche sollten natürlich in gewisser Weise Priorität haben.
00:41:32: Denn es bringt nichts, wenn ich am Ende zwar irgendwie durch das Examen durchgekommen bin aber so ausgebrannt bin dass sich eigentlich nicht mehr auf den Berufsbett losgelassen werden kann.
00:41:40: Deshalb man muss wahrscheinlich die Balance finden.
00:41:42: also mir hat wie gesagt ja geholfen.
00:41:44: Ich wusste es ist ein eng begrenzter Zeitraum Es wird wieder besser Und es kommen auch andere Zeiten in Sicht.
00:41:49: Aber wenn ich merke, dass es gar nicht mehr vorangeht, dann wäre vielleicht die Möglichkeit zu bedenken.
00:41:54: Dass man nur den Bachelor so weiter integriert ist im Studio macht und mit einem Master in irgendeinem anderen Feld probiert weiterzugehen.
00:42:02: Studium quasi in einer anderen Richtung denkt.
00:42:04: Und das ist vielleicht auch eine Frage, die sich gerade stellt, möchte ich in einen von diesen klassischen juristischen Berufen oder zieht es mich ohnehin in eine andere Richtung?
00:42:10: Denn das ist das Schöne an Jura!
00:42:11: Mir steht am Ende die Welt offen.
00:42:13: Ich habe ja allein durch dieses Studium schon viel über diese Methodik gelernt und Probleme heranzugehen zu systematisieren, mich auszudrücken, zu formulieren – und das kann man hier in ganz, ganz vielen verschiedenen Feldern gebrauchen.
00:42:23: kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass man das Staatsexamen gar nicht mehr braucht.
00:42:26: Sondern wenn man dann mit Bachelor und Mastern im anderen Feld irgendwo anders hingeht, ein interdisziplinären Ansatz hat der vielleicht sogar einen viel schöneren Weg bildet um mit dem man dann wesentlich glücklicher wird.
00:42:35: Mit diesem Examsergebnis, das du erzählt hast steht einem ja tatsächlich die Welt offen.
00:42:39: wie war das denn?
00:42:40: Wie viele potenzielle Arbeitgeber sind schon oft dich zu gekommen und haben versucht dir eine Karriere bei ihnen schmackhaftzumachen?
00:42:47: Es ist natürlich am Anfang selber vor Land.
00:42:48: Ich meinte ja schon riesigen Wirbeln ringsherum.
00:42:55: Es gab da ein paar Angebote, aber ich habe relativ viel schnell abgelehnt weil für mich mein Weg erst mal schon feststand oder ja auch fest steht.
00:43:02: Ich wollte bevor es weitergeht irgendwie in juristischen Berufen.
00:43:07: Man weiß, das zweite Staatsexamen steht natürlich noch an.
00:43:10: Und ich wollte davor auch noch ein Doktor machen und genau das ist womit ich mich gerade beschäftige.
00:43:13: Ich promoviere grade in Potsdam eine Universität und wollte dann auch an der Universität bleiben als akademischer Mitarbeiter.
00:43:20: Das konnte ich jetzt tun.
00:43:21: Jetzt bin ich da tätig und quasi an der Uni erhalten bleiben, quasi parallel die Seite zu wechseln und jetzt in der Lehre aber auch in der Forschung nochmal ein paar Eindrücke zusammen und mich dann wirklich dezidiert mit Themen auseinanderzusetzen für die im Studium vielleicht nicht so viel Zeit war und die Perspektive zu wechseln, die man aus der leeren Sicht auf das Studium hat.
00:43:38: Du hast jetzt seit Kurzem eigene Lehrveranstaltungen?
00:43:41: Was würdest du sagen ist der größte Unterschied zwischen lernen und lernen?
00:43:44: Ich hab dieses Jahr zwei Arbeitsgemeinschaften im Strafrecht zu den Vermögensdelikt in dem vierten Semester.
00:43:49: Das sind immer wieder spannende Erfahrungen vor allem auch weil mein Essen nicht planen kann.
00:43:53: ich bemühe mich zwar natürlich die Veranstaltung mal bestmöglich vorzubereiten und auf alles gewappnet zu sein aber man muss dazu sagen... Man wird immer wieder überrascht für die Studierenden und ihren Ideen und Vorschlägen.
00:44:04: Manchmal ist es dann so ein Zeitding,
00:44:06: dass ...
00:44:07: Ich denke, okay.
00:44:07: Die Stelle ist relativ schnell abgearbeitet und am Ende diskutiert man dann doch eine längere Zeit.
00:44:12: Manchmal sind es Stellen für problematische, die in einem Zug abgearbeitete oder wo direkt der richtige Gedanke oder die richtige Lösung kommt, wo man denkt hier hätte ich eigentlich mehr Zeit eingeplant zum hinführen oder zu entwickeln.
00:44:24: Das ist halt dieses einerseits spannende aber auch ein bisschen lästige, das unvorhersehbare Veranstaltung.
00:44:29: Aber es macht trotzdem immer unglaublich viel Spaß gemeinsam diese Fälle zu entwickeln, gemeinsam vielleicht auf neue Gedanken zu kommen aus dem Stegrafer heraus irgendwelche Fragen verantworten zu müssen, über die man sich vielleicht noch nie so richtig selber Gedanken gemacht hat.
00:44:40: Und es macht schon unglaublich viel Spaß diesen Weg dann zu sehen.
00:44:43: und ich habe vor allem gemerkt, die Lehrperspektive ist doch anstrengender als die Studie- Perspektive.
00:44:48: selbst wenn man mitdenkt und mitarbeitet.
00:44:50: Man steht dann trotzdem in den ganz anderen Lichts, wenn man vorne vor der versammelten Mannschaft steht um vor vierzig fünfzig Leuten im Gegensatz zu wenn man da auf seinem Platz sitzt und quasi für sich mitdenkt und nicht so im Rampenlicht steht.
00:45:02: Und ich hab halt da, ist noch mal verstärkt dadurch, dass meine beiden Arbeitsgemeinschaften direkt hintereinander stattfinden.
00:45:07: Also ich habe eine ungünstige Zeit erwischt.
00:45:09: Ich beginne um acht und meine letzte Arbeitsgemeinschaft endet dann um zwölf, sodass ich vier Stunden hintereinander dann quasi nochmal mache.
00:45:15: und das macht natürlich noch mal anstrengender.
00:45:17: Aber gleichzeitig auch schöner zu sehen wie unterschiedlich auf verschiedene Studiegruppen sein können.
00:45:21: Großkanzlei hast du in deinen Karriereplänen bisher nicht erwähnt?
00:45:24: Warum eigentlich?
00:45:25: Ich sehe mich da irgendwie nicht so richtig.
00:45:26: also es... Es ist ja natürlich eben die eigene Entscheidung.
00:45:31: Aber für mich kam Großkanzler bisher nicht so richtig in Betracht, weil ich mir halt irgendwie denke ... der Einfluss oder diesen Zweck des Ganzen ist da ja gar nicht so groß.
00:45:40: Am Ende in der Großkante habe ich ein ... Achtzig bis hundertzwanzig Stunden Tag... Nee, nicht Tagwoche!
00:45:47: Hundertzw.
00:45:47: zwanzig-Stunden-Tag, das wäre auch meine neue Erfindung.
00:45:50: Aber man hat einen extrem hohen Arbeitsaufwand und ich glaube, dass da wenig Zeit sich selbst für seine ... für sein Privatleben, für andere Dinge bleibt.
00:46:01: Und ich hab mich immer so gesehen ... Ich möchte auch der Gesellschaft irgendwas zurückgeben und wir haben in der Justiz einen großen Bedarf.
00:46:07: Wir brauchen Richter, Staatsanwälte, engagierte Juristinnen und Juristen in den deutschen Verwaltungen.
00:46:13: Ich seh mich eher auf dieser Lehrperspektive.
00:46:15: Ich hab Spaß daran wissen weiterzugeben.
00:46:19: Ich habe das total gerne gemacht gemeinsam mit Wickeln, Probleme lösen oder dann entsprechend wissen weiter zu geben.
00:46:27: Das kann ich in der Uni am besten umsetzen.
00:46:30: und da dann mit dem, was ich gerne mache.
00:46:32: Und wo ich glaube, dass ich auch mittlerweile relativ gut geworden bin, dann wirklich weitergeben anstatt dann in einer Kanzlei immer nur mit einem einzelnen Fall oder mit mehreren Fällen aber auf einen eng beschränkten Personenkreis beschränkt zu
00:46:43: bleiben.".
00:46:45: Also ganz klar die Professor als Ziel?
00:46:47: Aber alle Optionen offen!
00:46:49: D.h.,
00:46:49: was müsste passieren, dass du dich vielleicht doch noch gegen die akademische Karriere
00:46:52: entscheidest?".
00:46:53: Man weiß es nie... also erstmal akademisch ... Bereiche sind immer unvorhersehbar.
00:46:58: Man weiß nie, kommt irgendwann ein Ruf oder nicht?
00:47:00: Oder wie sind die Optionen?
00:47:02: und vor allem steht für mich auf, ich will definitiv das zweite Staatsexe machen.
00:47:06: Dort kriegt man diesen richtigen Einblick in die Praxis, indem man in die verschiedenen Stationen geht und da dann entwickelt und kennenlernt.
00:47:13: Und wer weiß vielleicht zeigt es sich ja dann, dass irgendwas von diesen Sachen doch noch mal mehr zu mir passt oder dass ich merke, dass ich mich hier wohler fühle.
00:47:24: Vielen Dank, Ron, dass du deinen Weg mit uns geteilt hast.
00:47:26: Ich glaube es war heute besonders wertvoll von einer Person die so gut durchs System gekommen ist trotzdem mal zu hören was man besser machen könnte um für viele andere Studierende den Weg eben zu ebnen und vor allem auch den Weg in die Berufswelt vielleicht ein bisschen einfacher zu machen.
00:47:41: also herzlichen Dank an dich!
00:47:43: Sehr sehr gerne und wie gesagt das ist immer schön diesen Weg zu teilen und vor allem auch im Hinterkopf zu behalten.
00:47:48: Man muss nicht immer mit allerbesten Ergebnissen hier rausgehen Und was auch immer wichtig ist, so wie es aktuell läuft kann's vielleicht nicht weitergehen.
00:47:57: Dementsprechend hat man vielleicht noch Hoffnung dass sich doch nur ein bisschen in die richtige Richtung entwickelt.
00:48:02: Eine Frage noch zum Schluss.
00:48:03: Kann man deinen Weg eigentlich irgendwo weiterverfolgen?
00:48:05: Du hast am Anfang Instagram erwähnt oder wurdest über Instagram?
00:48:08: kam der Stein ja erst ins Rollen?
00:48:09: bist du da selbst aktiv?
00:48:10: Ich bin ein wenig aktiv, also nach meinem Examen und nach diesem Medienrummel habe ich ziemlich viele Anfragen bekommen.
00:48:17: Ob ich meinen Weg nicht teilen könnte?
00:48:18: Im Moment probiere ich meine Examstipps- und Strategien auf meinem Instagram-Account regelmäßig zu teilen.
00:48:23: Dort findet man vielleicht immer so'n bisschen Auszüge oder Ausschnitte aus meinem Weg, meinem aktuellen akademischen Leben und dem was ansonsten so
00:48:30: ansteht.".
00:48:31: Perfekt!
00:48:32: Also den Link packen wir auf jeden Fall in die Shownos und freuen uns dann zu sehen, was das nächste geschieht.
00:48:36: Vielen Dank!
00:48:37: Gerne.
00:48:42: Das war Ron Strasburg.
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