New Lawyers – der Talent Rocket Podcast

New Lawyers – der Talent Rocket Podcast

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00:00:00: Heute im Nu Lawyers Podcast Natalia Schumeros.

00:00:09: Diese Agenten sind wirklich wahnsinnig, wahnsinnigt stark und ich glaube jede Kanzlei die nicht AI First ist wird das in den nächsten Jahren zu spüren bekommen dass ihr einfach die mandanten Stückchenweise weglaufen.

00:00:19: Das passiert nicht über Nacht aber es passiert und es passiert auch deswegen weil eben die AI first Kanzleien in der Lage sind qualitativ besser und effizienter zu arbeiten.

00:00:46: Herzlich willkommen zu Nu Lawyers dem Interview podcast von Talent Rocket Mit mir, Magdalena Yl.

00:00:53: Bevor wir jetzt unserem heutigen Gast kommen noch ein Hinweis vorab Als Juristin oder Jurist kannst du dir auf Talent Rocket einen Profil anlegen mit dem du dich unkompliziert und ohne Anschreiben bei zahlreichen Kanzleien und Unternehmen bewerben kannst.

00:01:06: Du hast ebenfalls die Möglichkeit dein anonymisiertes Profil freizugeben so dass spannende Arbeitgeber dich kontaktieren können.

00:01:13: Gehe deinen nächsten Karriere Schritt mit Talent Rocket.

00:01:16: Und nun zu unserem heutigem Gast.

00:01:19: Natalia Schomeros steht an der Schnittstelle von Recht, Technologie und Innovation wie kaum jemand sonst.

00:01:25: Als Legal Innovation League bei Ligora – einem legal AI Unicorn mit einer Bewertung von fünf Komma fünf Milliarden Dollar gestaltet sie aktiv mit, wie Juristinnen und Juristen in Zukunft arbeiten werden.

00:01:36: Ihr Weg dorthin?

00:01:37: Jurastudium, Master in Oxford, Wissenschaft in England und Israel, eigenes Startup.

00:01:42: dann aufbau des KI-Teams bei CMS Deutschlands größter Wirtschaftskanzler.

00:01:47: Wir sprechen über die Skills, die junge Juristen heute wirklich brauchen.

00:01:50: Warum technologisches Verständnis kein Nice to have mehr ist und was Legors rasanter Aufstieg über die Zukunft des Rechtsmarkts verwählt?

00:01:57: Liebe Natalia sehr schön dass du heute bei uns im Podcast bist.

00:02:00: ich brenne darauf dir ganz viele Fragen zu stellen!

00:02:03: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:02:04: Ich starte auch bei dir mit unserer Icebreaker Frage, die dich jetzt eiskalt erwischt weil ich glaube das wir sie nicht vor besprochen haben.

00:02:11: aber ich bin mir sicher du hast ja sofort aus dem Kopf Was wolltest Du denn als Kind werden?

00:02:16: Ursprünglich mal ganz klassisch Tierärztin im Kindergarten.

00:02:20: Und dann Erfinderin, tatsächlich so mit acht, neun, zehn, zwölf und dann Staatsanwältin.

00:02:27: Gabs bei der Erfinderinnen schon konkrete Ideen die du umsetzen wolltest?

00:02:31: Ja aber es war alles sehr mechanisch zu der Zeit noch.

00:02:33: also es ging primär um Roboter.

00:02:35: damals hat mich das Flieber-Tuit sehr inspiriert Das Auto, das auch fliegen kann und auf dem Wasser fahren.

00:02:42: Und so aus der Ecke kam es.

00:02:43: Es ging viel um Helikopterflugzeuge.

00:02:46: Ich hatte zu Hause ein Modell von A-Dreihundertundachtzig.

00:02:48: Das war damals noch ganz neu.

00:02:50: Bevor das Flugzeug rauskam, hatte ich einen Modell bei uns schon im Schlafzimmer stehen.

00:02:54: Also es war sehr mechanisch.

00:02:55: Das würde eigentlich jetzt ja auch wieder ganz gut in die Zeit passen?

00:02:58: Tatsächlich!

00:02:59: Die Alternative zum Jurastudium wäre auch Ingenieurwissenschaften gewesen.

00:03:03: Also ich hab mich auf ein Jurastudium an der Bozehlius Law School beworben und wenn es das nicht geworden wäre, hätte ich an der Uni Hamburg General Engineering studiert.

00:03:11: Also was ganz anderes aber in der Tat jetzt wieder passend.

00:03:14: Cool!

00:03:14: Lass uns gleich mal ein bisschen zu deinem Werdegang kommen weil da hast du schon einige Themen angerissen die dann das erklären was du später gemacht hast.

00:03:21: Du hast nämlich Jura Theologie und VWL studiert und dann deinen Master in Oxford gemacht.

00:03:25: Wie kommt's zur relativ ungewöhnlichen Fächerkombination?

00:03:30: In der Tat vor allem auch noch ungewöhnlich habe ich mir bedenkt, was danach daraus geworden ist.

00:03:33: Ich bin meinen verschiedenen Interessen gefolgt ohne großes Karriereziel zu dieser Zeit und wirklich einfach danach, was mich akademisch interessiert hat.

00:03:41: Und an der Theologie fand ich vor allem spannend die Systematik zu verstehen.

00:03:45: man lernt im evangelischen Theologiestudium auch im katholischen zum Teil altgriechisch, althebräisch Latein also alte Sprachen zu lernen irgendwie Strukturen zu lernen das fand ich sehr spannend Jura es ja auch sehr systematisch Und VWL hat auch eine gewisse, sagen wir mal theoretische Komponente.

00:04:01: Also ich glaube mich interessieren vor allem Systeme aber die verschiedenen Entscheidungen waren oft einfach aus dem Bauch heraus das was in dem Moment Sinne gab und Spaß gemacht hat

00:04:11: Und danach kam es doch eigentlich wieder eher in die Bahnen der Erfinderin, weil du hast dein eigenes Startup gegründet und wurdest dafür auch bei Forbes The Thirty and the Thirty ausgezeichnet.

00:04:21: Was hast du aus dieser Gründung mitgenommen oder wie war eigentlich die Gründungen an den nächsten logischen Schritt nach diesen Studiengängen?

00:04:28: Ich glaube in mir schlägt das Herz einer Gründerin immer und ich glaube man weiß das auch ob man diesen dieses feuer in sich trägt.

00:04:36: das heißt nicht dass man dann auch immer gründen muss aber ich glaube schon, dass man merkt ob das etwas ist was einem spaß macht und Ich bin eigentlich immer eher die jenige.

00:04:43: Die dinge anstößt und anfängt.

00:04:46: mir macht es auch wirklich spaß aus dem nichts etwas zu bauen Und insofern glaube ich des herz der gründeren habe ich beibehalten.

00:04:52: auch im corporate bereich Bin ich denn eher so was wie eine intrapreneurin oder so in dem was ich mache.

00:04:57: zu der zeit war es tatsächlich so.

00:04:59: Ich war mitten in meiner Promotion in moderner Geschichte.

00:05:01: Ich habe zu der Zeit auch an der Uni unterrichtet, ich war eigentlich in England und bin dann für ein Forschungsprojekt nach Deutschland gekommen.

00:05:06: Und dann kam Corona und meine Archive waren zu.

00:05:09: Wenn man in moderne Geschichte arbeitet und man hat keinen Zugriff auf Primärquellen, ist die Qualität der Arbeit meist nicht so hoch.

00:05:17: Dann habe ich in derzeit einen Corona-Projekt gestartet, nämlich Netze zu recyceln aus dem Sportbereich und später aus dem Baubereich.

00:05:23: Ich hab früher mal leistungsmäßig Tennis gespielt Und aus diesem Corona-Projekt hat sich dann richtiges Unternehmen entwickelt.

00:05:31: Also eher zufällig, aber ich glaube dass es irgendwann mal eine Gründung geben würde.

00:05:34: in meinem Leben war auch ein bisschen abzusehen

00:05:37: und hast du so bestimmte Punkte die du sagst?

00:05:40: Die sind besonders einprägsam aus dieser Gründungszeit.

00:05:43: also die haben mir danach immer wieder geholfen weil ich gelernt habe mit bestimmten Problemen vielleicht auf eine bestimmte Art umzugehen.

00:05:48: Auf jeden Fall!

00:05:50: Ich glaube einen Hauptpunkt ist das man oft unterschätzt wie weit man eigentlich kommen kann wenn man's doch wirklich immer wieder versucht.

00:05:57: Also es gab mehrere Türen, die zuerst verschlossen schien und dann doch gar nicht so verschlossen waren.

00:06:03: Also viele Tünen sind gar nichtso verschlossen wie man auf den ersten oder zweiten oder dritten Blick meinen würde.

00:06:07: das ist etwas was ich gelernt habe.

00:06:09: Das zweite ist dass ich im Zusammenhang mit der Gründung auch in einem Inkubator war und dann auch Teil von diesen Gründungsprogrammen und dann jetzt auch mir jetzt mit Forbstein the Anathalti nochmal Menschen kennenlernen durfte, die wirklich großartige Sachen gebaut haben zum Teil Und das sind alles sehr normale Menschen.

00:06:24: Das ist das Wichtigste, was ich gelernt habe.

00:06:27: Dass in vielen von uns auch eine großartige Gründungsperson steckt, wenn man einfach eine gute Idee hat und die Hartnäckigkeit dran zu bleiben.

00:06:37: Und dass es jenseits dessen aber nicht so viele besondere zusätzliche Eigenschaften braucht um erfolgreich zu sein.

00:06:45: Gerade diese Hartnälligkeit, die du angesprochen hast, nennen glaube ich viele Gründe als ... Das, was sie wirklich auch durch alle Höhen und Tiefen getragen hat.

00:06:52: Und eben nicht aufzugeben wenn man die ersten Hindernisse sieht, die man überwinden muss sondern dann immer neue Wege zu finden um irgendwie weiterzukommen.

00:06:59: Der der den längsten Arten beweist hat oft das erfolgreichste Unternehmen am Ende.

00:07:04: Ja also eine Sache die ich gelernt habe ist Don't run out of funding Solange man noch Funning hat, das muss ja nicht extern sein.

00:07:12: Aber solange irgendwo Geld reinkommt auf so lange gibt's das Unternehmen im Zweifel auch noch und das hat viel mit Hartnäckigkeit zu tun.

00:07:19: Denn das Geld kommt da rein wo man rausgeht und es sich holt.

00:07:22: Absolut!

00:07:24: Kann ich zu hundert Prozent so unterschreiben?

00:07:25: Ich meine, bei Tembrocket ist es ein bisschen anders.

00:07:26: Weil wir ja nur eine kleine Finanzierungsrunde gemacht haben.

00:07:30: aber da ist auch das Wichtigste einfach in gewisse Cashflowplanungen zu sagen wie weit kommen wir mit dem Geld dass wir jetzt einnehmen?

00:07:36: was müssen wir einnehmen um uns wieder neue Investitionen leisten zu können?

00:07:39: und Ja das ist mit Funding ja ähnlich also eigentlich schon mit fundraising beginnen wenn man eben noch nicht Das geld braucht sondern wenn man nur mit dem Gedanken spielt um dann eben auch möglichst viel vorlauf zu haben.

00:07:50: Ich glaube auch, dass sich viele Gedanken machen über das Produkt.

00:07:53: Natürlich muss man einen USB haben und ein gutes Produkt haben.

00:07:56: Aber ich glaube, viele machen sich zu wenig Gedanken über diese praktischen Dinge.

00:08:01: Renate zum Beispiel ist im Wesentlichen ein Logistik-Unternehmen gewesen.

00:08:06: Das Recycling hat viel damit zu tun was man idealistisch möchte.

00:08:10: Idealistisch wollte ich gern die Welt retten und Recycling die Umwelt retten.

00:08:16: den Klimawandel aufhalten zu wollen, das ist noch kein Unternehmen.

00:08:18: Sondern dass es das was einen vielleicht im Herzen motiviert.

00:08:20: aber das was es zu einem Unternehmen macht ist Lagerfläche zumieten lagerfläche zu finden irgendwo Einnahmen zu generieren Dinge zu verkaufen.

00:08:28: und dieses praktische ist glaube ich etwas was teilweise von einigen sehr idealistischen Gründern gründerinnen auch ein bisschen zu wenig beachtet wird.

00:08:35: Und ich glaube der Kern ist einfach dafür zu sorgen dass man mit beiden Beinen auf dem Boden irgendwas baut.

00:08:41: Danach bist du aber erst mal wieder in die Kanzlei zur CMS gewechselt und hast dort das KI-Team aufgebaut.

00:08:47: Wie war es nach all dem, was du dann mit Renit auch erlebt hast, wieder in der Großkanzlei zu sein?

00:08:52: Und was ist dir da am meisten aufgefallen?

00:08:56: Ja, der interessantere Teil daran ist vor allem dass ich... Ich bin ja nicht anwältet.

00:09:00: Das vielleicht der wichtige Teil.

00:09:02: also ich habe Jura studiert, ich hab im Jahr mit dem Jurastudium angefangen und dann abgebrochen nach zwei Jahren.

00:09:09: Ab dann andere Sachen gemacht, bin dann neben Renate, also neben der eigenen Gründung ins Jurastodium zurück.

00:09:15: auch eine eher wahnsinnige Aktion etwas was man nur in Corona machen konnte weil es sonst nichts zu tun gab, sonst hätte ich das auch nicht gekonnt!

00:09:22: Und hab dann noch mal bis zum ersten Examen studiert und kam dann bei CMS an.

00:09:26: Also, nicht anwälte, nie im Referendariat gewesen, ich in zweitags habe diese ganzen Sachen alle nicht, kam da mit meinem Bachelor tatsächlich irgendwie in Jura an und wollte dann da was machen.

00:09:37: Und ... Ich hab mich ursprünglich auf eine Stelle beworben im Legal Tech die einfach irgendwie im Legal Tag Team war.

00:09:43: Ich wusste zu der Zeit auch noch gar nicht so richtig, was Legal Tech eigentlich ist aber ich dachte das klingt nach Startup und Recht.

00:09:49: Das wird bestimmt spannend Und habe dann erst im Team eigentlich so richtig meine Rolle gefunden.

00:09:53: Also, als ich mich beworben hab gab es keine KI-Stelle oder so sondern ich habe mich einfach auf die Geltäcke beworfen und habe dann im Team angefangen mir meiner eigene Rolle zu bauen was vielleicht auch der beste Weg ist den ich hätte gehen können weil ich glaube die meisten Rollen die ich bisher hatte gab es so einfach gab es tatsächlich nicht.

00:10:09: Und wie hast du deine Rolle ausgestallt?

00:10:10: Also was hast du dann tatsächlich gemacht?

00:10:12: und auch mal ganz spannend zu wissen, war von der Kanzlei auch genügend Spielraum für dich um diese Rolle eben so auszugestalten.

00:10:19: Wie du sie dir vorstellst oder wo du auch die großen Potenziale siehst

00:10:22: also in die Rolle selber ist tatsächlich wirklich daraus erstalten dass dann auch Chatchi Pity aufkamen und wir uns alle beschäftigt haben uns damit beschäftigt habe was das für die kanzlei bedeutet.

00:10:32: Das war im herbst zwanzig zweiundzwanzig dann klar wurde, das muss eigentlich eine richtige Rolle sein.

00:10:38: Also am Anfang ging es noch darum sich dazu Gedanken zu machen und dann ging's um die Implementierung.

00:10:42: Dann gab es plötzlich ganz viele Diegeltag-Tools, die mussten auch irgendwie evaluiert werden und so entwickelte sich das erst in einer richtigen Rolle.

00:10:48: und später war es dann so viel dass ich es alleine nicht mehr stemmen konnte und so entwickelte sich daraus ein Team.

00:10:52: Das war relativ organisch Das war keine strategische Entscheidung ganz am Anfang.

00:10:57: Es ist nicht so, dass CMS in der ersten Woche nach der Veröffentlichung von GDPT sich hingesetzt hätte und gesagt hat wir brauchen jetzt ein Gen AI Team mit einer Gen AI Leitung oder so sondern das hat sich einfach gezeigt im Laufe der Zeit.

00:11:09: was den Freiraum angeht muss man natürlich sagen wenn Bei der größten Kanzlei Deutschlands und in Europa ja auch bei der größte Kanzler Europas ist, kann man Entscheidungen nicht einfach mal so aus dem Handgelenk schütteln.

00:11:20: Und irgendwie selber treffen.

00:11:22: Das glaube ich wäre vermessen das zu sehen.

00:11:25: Natürlich hat man sehr viele Partner-Partnerinnen, man hat entsprechende Partnerausschüsse

00:11:29: usw.,

00:11:30: die Entscheidungen treffen.

00:11:31: Man hat ja auch ein Team um sich herum.

00:11:33: Und CMS als Organisation ist schon eine große Organisation.

00:11:36: Da ist viel Alignment notwendig.

00:11:38: Aber innerhalb dessen muss ich tatsächlich sagen ... Ich war richtig überrascht, wie viel ich alleine entscheiden durfte.

00:11:44: Also wenn man sich das so vorstellt... Das Bild von Big Law und das Bild von Großkanzlei, dass man hat oder dass ich zumindest hatte bevor ich da reingekommen bin ist ja ein bestimmtes auch ein sehr hierarchisches.

00:11:56: Und bei mir ist es so, ich bin wie gesagt ohne Referentariat ohne zweites Examen mit zwar guten Noten aber ohne zweites Exam darein gekommen Und war noch keine dreißig Jahre alt, als ich alleine Personen einstellen durfte für mein Team.

00:12:09: Also ich durfte ein eigenes Team leiten, entscheiden wer in diesem Team sein sollte wie das aufgebaut sein sollte wen wir brauchen würden was wir machen sollten und dass mit... Ich glaube so achtundzwanzig oder so die ich damals war ist wirklich nicht selbstverständlich.

00:12:22: Was würdest du sagen, wie bist du da selber reingewachsen?

00:12:24: Das sind ja eigentlich ... Du hattest vielleicht schon ein bisschen Erfahrung damit durch dein Startup.

00:12:29: Aber auch die richtigen Leute dafür auswählen.

00:12:31: Meistens ist das was man lernt über die Zeit in dem man vielleicht erst mal zuschaut, wie andere das machen und dann immer besser darin wird.

00:12:38: Wie bist du sofort so in diese Rolle reingegachsen?

00:12:42: Eine Sache hat mir geholfen, dass ich schon immer gearbeitet hab.

00:12:45: Ich glaub mit... und dann an der Uni immer gearbeitet, ob im Aster oder irgendwie als Hievi am Lehrstuhl oder Sachen übersetzt.

00:12:55: Oder im Archiv.

00:12:56: aber ich habe immer irgendwo gearbeitet Und das ist mir klar dass es nicht als Vollzeitberufserfahrung zählt.

00:13:01: Aber wenn es darum geht in Teams zu arbeiten Vorgesetzte zu haben sich in Strukturen einzufügen dann hatte ich zu der Zeit bei CMS eben schon über zehn Jahre Erfahrungen.

00:13:09: Sowohl aus der Gastro, also ich war auch mal irgendwie Barkeeperin als auch eben aus dem akademischen Betrieb als auch aus der Industrie und ich glaube wenn man in vielen Teams gearbeitet hat viele Chefs hatte gesehen hat was funktioniert hat und was nicht welche Leute und wie performen was welchen Menschen wichtig ist.

00:13:24: dann hat man da glaube ich ein besseres Gespür für oder das hat mir zumindest konkret geholfen.

00:13:29: Bei CMS selbst muss sich auch sagen dass es natürlich auch sehr einfach ist.

00:13:33: die meisten Menschen die sich auf diese Stelle beworben haben sind hoch ambitioniert, idealistisch.

00:13:39: Bei einer Großkanzlei ist etwas das hat vor allem die angesprochen, die wirklich Lust darauf hatten.

00:13:43: Da hätte man fast jede Person nehmen können, die sich beworben hätte und wäre damit erfolgreich

00:13:47: gewesen.".

00:13:48: Was würdest du sagen?

00:13:49: Hat dich inhaltlich besonders gereizt?

00:13:50: also wo hast du die großen Potenziale gesehen?

00:13:53: oder hast gesagt okay das ist wichtig dass Kanzleien jetzt anfangen darüber nachzudenken und da ja auch so ein bisschen früher dran sind als viele andere

00:14:00: Sprachmodelle gehen wirklich in den Kern dessen was wir juristisch machen Zwar so weit, dass nicht Juristen teilweise gar nicht mehr verstehen, wofür das Rechtsanwältchen überhaupt noch braucht.

00:14:13: Es geht wirklich sehr weiter rein und jetzt kann man sich natürlich über Halluzinationen Gedanken machen und über alle möglichen Schwächen.

00:14:19: Und letztens hat man da eine Rechtsfrage reingestellt und eine falsche Antwort rausbekommen – ja, das mag alles sein!

00:14:24: Aber wenn wir die große Menge der juristischen Arbeit schauen, wie diese Arbeit früher gemacht wurde dann liegt dazwischen einfach eine Welt.

00:14:35: Also die Agenten, die heute in der Lage sind Informationen aus verschiedenen Akten... zusammen zu tragen, auszuwerten und zu priorisieren für den aktuellen Fallerkenntnisse.

00:14:46: Daraus zu gewinnen die richtigen Fragen zu stellen, Dinge zu korrigieren, die ich schon geschrieben habe.

00:14:50: Diese Agenten sind wirklich wahnsinnig, wahnsinnigt stark!

00:14:53: Und ich glaube jede Kanzlei, die nicht AI First ist wird das in den nächsten Jahren zu spüren bekommen dass ihr einfach die mandanten Stückchenweise weglaufen.

00:15:00: Das passiert nicht über Nacht aber es passiert auch deswegen weil eben die AI first Kanzleien in der Lage sind qualitativ besser und effizienter zu arbeiten.

00:15:09: Also es fing an mit so was Video Diligence, die ja schon vor ein paar Jahren und auch schon vor dieser KI-Welle jetzt nichts war womit Kanzleien so primär Geld verdient haben sondern vor allem etwas womit sie größere Mandate reingezogen haben für sich.

00:15:23: aber inzwischen sprechen wir wirklich über die kernjuristische Tätigkeit und zunehmend auch über die strategische Beratung.

00:15:29: Das erklärt dir auch, warum du danach also nach CMS zu Legora kommen wirst.

00:15:33: Kannst du für alle die Legora noch nicht kennen?

00:15:35: Wahrscheinlich sind es nicht viele, die hier zuhören aber mal ein bisschen genauer erklären was macht die Plattform genau und wie unterscheidet sie sich vor allem von anderen Legal Tech Anbietern?

00:15:44: Ja, Allegora ist tatsächlich ein schwedisches Unternehmen.

00:15:48: Es ist ein KI-Workspace.

00:15:50: Das heißt es geht darum verschiedene Personen, ganze Teams, ganze Kanzleien auch ganz global tätige Kanzlei auf einer Plattform zu haben die verschiedenen KI Anwendungen dort für sich nutzbar machen können.

00:16:02: das heißt wir haben Partnerschaften mit juristischen Verlagen deren Daten in Legora befragt werden können.

00:16:07: Wir haben aber auch ein White Add-in, ein Outlook Add-In Tabular Review also die Möglichkeit sehr viele Dokumente parallel auszuwerten in einer sehr geordneten Art und Weise Und Legora als Unternehmen ist inzwischen ein Unternehmen das auf mehrere Milliarden US Dollar geschätzt wird In der Bewertung Damit übrigens auch das erste europäische Legal Tech Einhorn überhaupt bisher.

00:16:29: Ich hoffe es kommen viele weitere Aber derzeit sind wir das einzige.

00:16:32: Wir sind jetzt etwas über vierhundert Personen, die daran arbeiten, KI für Kanzleien und Rechtsabteilungen praktisch nutzbar zu machen.

00:16:40: Und der Hauptpunkt, der unser Produkt unterscheidet von dem was man vielleicht so im Alltag kennt ist dass wir ein richtiger Workspace sind also kein Chatbot.

00:16:48: nicht nur ich stelle eine Frage und der Chatbot gibt mir eine Antwort sondern ich habe verschiedene Funktionen die unterschiedlich funktionieren die aber alle aus KI gedacht sind.

00:17:00: Also Legora hat sich bei mir gemeldet.

00:17:02: Wir hatten ein Demothermien, wenn man bei so einer Kanzlei wie CMS sitzt dann schaut man sich schon so hundertfünfzig und mehr Plattformen an im Laufe der Zeit um zu wissen was auf dem Markt passiert Und wir hatten einen Demothermen mit legora und Im Anschluss haben die sich tatsächlich bei mir ge- meldet und mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte Zu wechseln.

00:17:18: das konnte ich zu der zeit noch nicht.

00:17:20: das habe Ich dann erst einige zeit später gemacht und auch erst als dass das kit bei cms irgendwie soweit auch gelaufen ist.

00:17:26: man muss sagen vorher fand viel auch einfach in meinem Kopf statt und meine Sorge war, dass wenn ich gehen würde alles das was in meinem kopf war einfach dann nirgendwo mehr sein würde.

00:17:35: Und es war mir schon wichtig vorher ein team aufzubauen, dass alles das, was ich kann und mache noch besser macht als ich am besten damit ich so ein bisschen auch obsolet werde.

00:17:43: Und dann bin ich zur Legora gegangen.

00:17:45: Was mich an der stelle fasziniert hat war die Überlegung, dass sich das was ich bei CMS gemacht habe jetzt bei vielen Kanzleien machen könnte also KI Modelle zu integrieren und erfolgreich machen

00:17:56: Ganz gründerinnen, so in der Skalierung gedacht hast.

00:18:00: Genau!

00:18:01: Und generell auch ein bisschen das auch wieder dieses GründerInnen gehen.

00:18:05: was du vorhin erzählt hast eigentlich bei CMS kann man es ja eigentlich auch als Start-up im CMS sehen und als dass dann eben auch eine gewisse Stabilität und Größe erreicht hatte, du gesagt hast.

00:18:15: okay jetzt ist ein guter Moment um weiterzuziehen und das jetzt für ganz viele Künstler möglich zu machen.

00:18:21: Ja, genau.

00:18:21: Ich glaube auch dass das wirklich eine schöne Entwicklung ist.

00:18:23: also das heißt es alles was ich bei CMS gelernt hat dass sich das jetzt wirklich nutzen konnte um auch den Rechtsmarkt weiter voranzubringen als das nur bei einer Kanzlei zu tun.

00:18:31: in dem Moment.

00:18:32: und gleichzeitig glaube ich aber auch dass es solche Entwicklungsschritte gibt die idealerweise mal rein und mal raus gehen.

00:18:37: also ich glaube nicht dass der Weg nur ist dass man zuerst an der Kanzle ist und dann beim Legal Tech Anbieter sondern ich glaube dass die schönste Entwicklung eigentlich eine ist die irgendwo zwischen Kanzlerin rechts Abteilung Legal Tech wo man auch gerne hin- und herwechseln kann, um die Erkenntnisse jeweils zurückzubringen.

00:18:53: Du hast gerade schon ein paar Zahlen genannt?

00:18:54: Ich hab mir auch aufgeschrieben ... Die Girl hat eine fivehundertfünfzig Millionen Dollar-Series.

00:18:58: die Runde abgeschlossen wird mit fünfmal fünf Milliarden Dollar bewertet über achthundert Kunden in mehr als fünfzig Märkten.

00:19:07: Wie erklärt sich das Tempo?

00:19:08: Du hast gesagt, zwei tausendundzwanzig gegründet.

00:19:10: also wie hat das jetzt gerade so Fahrt aufgenommen?

00:19:13: Wir haben einen unheimlich, unheimlig Obsessives Team.

00:19:18: Also wir sind alle einfach obsessed mit dieser Mission, es ist wirklich einiges möglich und wenn man in das Unternehmen reinschaut und sieht welche Regionen wir wie eigentlich abgedeckt haben dann muss man sagen die Zahlen Also die Person, die Arbeitszeit die man hat.

00:19:34: Die Projekte die man stemmen kann und die Ergebnisse die rauskommen passen kaum zusammen.

00:19:37: also die Ergebnisse sind so viel größer als das einzelne Team eigentlich stemmen könnte wenn man es so runter bricht.

00:19:44: in der Tat ist dieser Series D die wir gerade abgeschlossen haben die zum Beispiel auch die größte Finanzierungsrunde im Legal Tech jemals also fällt grade ein Rekord nach dem anderen.

00:19:53: Und dass hat einfach sehr viel damit zu tun Dass wir einen team haben bei dem alle bereit sind, so weit zu gehen wie möglich und dass unser Mitgründer und CEO Max von Anfang an darauf gesetzt hat viele Personen genau mit Gründungsgehen einzustellen tatsächlich.

00:20:09: Also wenn man sich die frühen Stellenanzeigen ansieht als wir noch unter hundert Personen waren da sieht man das eigentlich überall.

00:20:14: drin steht your founder you have to work like a founder think like a founder.

00:20:20: Wir haben über zwanzig Personen eingestellt, die selbst Y-Combinator Gründer sind also Gründerin, die im Y-Combinator Programm waren entsprechend auch ambitioniert und diese Mentalität hat dafür gesorgt dass wir von Anfang an ein Team gebildet haben in dem niemand sagt hier fängt meine Verantwortung an und hier hört sie auf und alles andere ist nicht mein Thema sondern in denen alle sehr result oriented und output orientated sind und sich fragen wie bekommen wir am Ende das Ergebnis dass wir brauchen?

00:20:46: Nicht was ist meine Rolle sondern wie kommt das Ergebnis?

00:20:48: Und ich glaube, dass ist so eine Gründungsmentalität die man eben jetzt... Ich bin ja angestellt.

00:20:53: Ich bin gerade nicht gründerin, die auch an Angestellte haben kann zu sagen wenn unser Ziel ist X dann mache ich das was für X notwendig ist.

00:21:01: Wenn für X Notwendig ist, dass ich in den USA fliege nächstes Wochenende Dann mach' ich das.

00:21:05: wenn für X notwendig isst, dass sich die Kaffeemaschine leere Mache ich es auch.

00:21:08: aber wenn für x notwendig Ist, dass sie dem Müll raus trage und das ist grad das wichtigste Was ich für uns machen kann, dann ist das das was ich tue egal was mein Titel ist und egal wofür ich mal eingestellt wurde.

00:21:17: Also, man kann schon mal sagen bei hochmotiviertem Team Check bei Legora.

00:21:21: Jetzt sind die Kunden ja der nächste spannende Strang um einfach super super erfolgreich zu werden.

00:21:27: Ihr arbeitet schon mit super vielen Kanzleien wie Linglade das Query Godlieb, White Kills zusammen.

00:21:31: Was kann man sich vorstellen?

00:21:32: Welche Aufgaben übernimmt Legora da schon konkret, die normalerweise von Anwalten getan worden wären?

00:21:38: Also erst mal viel von den Massenprozessen, damit hat es eigentlich angefangen.

00:21:42: Also due diligence habe ich ja eben schon angesprochen, dass man einfach viele Dokumente auswertet und sich fragt was sind denn hier für Klauseln drin?

00:21:48: Was sind hier für Dokumende die wir uns genauer anschauen müssen?

00:21:50: Das ist vielleicht weniger genau das.

00:21:51: aber auch.

00:21:51: nicht nur im Corporate Bereich sondern auch zum Beispiel in Disputes hat man ja auch mit unheimlich vielen sehr langen Dokumenten zu tun.

00:21:56: Dass man sich also fragt wann wurde dieses Argument eigentlich von wem vorgetragen?

00:21:59: Was bedeutet das?

00:22:00: Wohin soll sich die Strategie heute Ausrichten.

00:22:03: Diese ganzen Themen werden heute schon zu einem beachtlichen Teil von Legora bearbeitet, das heißt auch alles was nicht in den Kern des wirklichen juristischen Abwägungs geht ist etwas was Legora heute schon macht.

00:22:16: ich wäre wahrscheinlich vorsichtig damit ein Vertrag hochzuladen und sagen Schau mal drüber und schick die relevanten Änderungen zurück an die Mandantin.

00:22:24: Das ist vielleicht ein bisschen viel, ich glaub so mach das oder hoff ich so macht das niemand heute.

00:22:28: aber was sich schon machen kann es einen Vertrag hochzuladen und zu sagen prüft das mal gegen die ganzen anderen Verträge die diese Mandatin in der Vergangenheit hatte auch gegen meine Verträge, die ich schon einmal verhandelt habe zeigt mir was ja ungewöhnlich ist was angepasst werden sollte zeigt mir Widersprüche Und dann kann Ich dass immer noch einschätzen und das dann rausschicken.

00:22:42: also viel auch der Tätigkeit die früher klassisch irgendwo zwischen Rev, Vimee und Associatesbahn.

00:22:49: Aber inzwischen auch Tätigkeiten, die tief in die Arbeit von Partnerinnen gehen?

00:22:55: Wie siehst du's denn?

00:22:56: oder wie ist denn die Legora-Sicht darauf?

00:22:58: Wird KI Anwälter setzen?

00:22:59: Ich sag's jetzt extra mal so überspitzt plakativ weil ich deine Meinung dazu super spannend finde!

00:23:04: Ich hoffe nicht, ich hoffe nicht.

00:23:06: Wir hoffen nicht erst mal.

00:23:08: natürlich verkaufen wir an Anwälte und Anwältinnen.

00:23:10: So wollen wir nicht, dass sie ersetzt werden.

00:23:11: Das ist ja unsere Zielgruppe.

00:23:13: aber auch jenseits dessen wir glauben noch nicht mal das KI-Kanzleien ersetzt.

00:23:16: Also jetzt ist es ja auch eine Frage die manchmal gestellt wurde geht jetzt nur Rechtsabteilungen oder so.

00:23:20: Das glauben wir nicht.

00:23:20: Ich glaube da gibt es viele Gründe für das.

00:23:22: Eine ist dieses ganze Thema Haftung was man nicht unterschätzen darf.

00:23:25: also Es ist eine frage ob sich etwas richtig anfühlt?

00:23:28: Ist es eine andere Frage ob wenn es dann doch nicht richtig ist jemand dafür haftet dass es nicht richtig isst.

00:23:33: Das ist ein sehr essenzieller Punkt und ich weiß nicht, ob dieses Haftungsthema im Zusammenhang mit KI so schnell fallen wird.

00:23:38: Ob es da Versicherungen entgebt, die sagen wir können auch den Schutz übernehmen für KI-Output vielleicht ja oder nein?

00:23:47: Das andere ist aber auch dass die wirkliche strategische Beratung und die Erfahrung, die man hat wenn man etwas für viele Jahre macht, die Mandantin auch gut kennt, den Markt wirklich gut kennt das das etwas ist wovon wir nicht glauben, dass KI das so schnell ersetzen wird.

00:24:01: Aber sicher werden viele Aufgaben wegfallen.

00:24:03: Wenn wir uns ein Berufsfeld vorstellen, dann ist ja ein Job besteht aus vielen Aufgaben und einige dieser Aufgaben werden wegautomatisiert.

00:24:10: das ist so.

00:24:10: dadurch fällt der Job nicht weg aber dadurch fallen eben vielleicht fünfzig Prozent der bisherigen Aufgaben Weg Und das glaube ich schon.

00:24:16: also Ich glaube wir werden sehen dass Anwälte und Anwältinnen viel viel produktiver werden.

00:24:20: Wir haben auch gerade selber einen ROI Report rausgebracht, der auch relativ breit rezipiert wurde.

00:24:25: Nicht immer wurden wir dabei groß genannt ist es überhaupt nicht wichtig aber der eben auch Anklang gefunden hat darauf möchte ich eigentlich hinaus und der gezeigt hat dass die Effizienz gesteigert werden kann.

00:24:36: und das plötzlich auch und das finde ich vielleicht den wichtigsten Punkt von allem Arbeit die sich vorher gar nicht rentiert hätte sich jetzt durch KI wieder rentiert.

00:24:44: Und das ist glaube ich der Kern des was wir im Ende erreichen müssen Das auch hinsichtlich des Zugangs zum rechtwärmen punkt kommen an dem KI so viel von der nervigen und vielleicht auch gar nicht notwendigen Vorarbeit übernimmt, dass auch Aufträge die bisher gar nicht rentabel gewesen wären wie da Rentale sind.

00:25:01: Leroy beschäftigt ja auch viele sogenannte Legal Engineers.

00:25:04: Du stellst selber wahrscheinlich auch viele ein.

00:25:06: was steckt denn jetzt für dich hinter dieser Rolle?

00:25:09: Und warum ist sie überhaupt so wichtig?

00:25:11: Ja, Legal Engineers sind diejenigen, die unser Produkt Übersetzen für diejenigen, die es nutzen sollen und dann umgekehrt auch die juristische Arbeit zurück übersetzen in unser Produkt.

00:25:21: Das geht in beide Richtungen.

00:25:22: das ist eine sehr wichtige Schnittstelle.

00:25:24: also unser Produkteam muss ja wissen was es bauen soll und das weiß es weil legal engineers in den Kanzleien in den Rechtsabteilung vor Ort sind Und die Onboardings machen und zurückkommen und sagen, hier ist eine Funktion.

00:25:36: Die brauchen wir unbedingt.

00:25:37: Und umgekehrt verstehen sie wie das Produkt gebaut ist und können das Menschen dann erklären, die es für sich gewinnen bringt Nutzen sollen.

00:25:43: Also die Legal Engineer ist eine unheimlich wichtige Aufgabe.

00:25:46: Wir eröffnen ja jetzt auch unser deutsches Büro in München in den nächsten Wochen.

00:25:52: Wirst

00:25:52: du denn

00:25:52: wahrscheinlich?

00:25:55: Also ich bin nun inzwischen sehr in Berlin beheimatet.

00:26:00: Aber es gibt natürlich auch gute Zugverbindungen nach München.

00:26:03: Ja gut, das stimmt!

00:26:04: Mit

00:26:05: dem Sprinter ist man schnell da

00:26:08: und ehrlicherweise in Deutschland muss man ja auch sagen wir sind hier nicht wie mein Großbritannien wo einfach sehr viel an London stattfindet zum Beispiel sondern in Deutschland ist man ja immer überall.

00:26:16: ich wohne zwar auf dem Papier in Berlin aber Ich bin eigentlich kaum in Berlin.

00:26:19: Ich bin immer in Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München oder auch einfach in kleineren Orten, denn die deutsche Industrie sitzt ja nicht in den Großstädten.

00:26:28: Woran liegt es sich, dass Ligora sich aber für ein Münchner Büro entschieden hat?

00:26:32: Das hat mehrere Gründe.

00:26:34: Wir haben ja ein Dachteam, nicht nur ein deutsches Team, sondern ein Dachtteam und wenn man Österreich die Schweiz auf einer Karte anzeichnet dann sieht man dass München sehr viel zentraler ist als zum Beispiel Hamburg.

00:26:43: das ist das eine.

00:26:44: Das zweite ist, dass Münchens inzwischen auch was Legal Tech angeht sich zu einem der Hubs entwickelt hat neben Berlin.

00:26:50: also man hat da mit dem Legal Tech Kollab und auch viel politischer Förderung dieses ganzen Gebiets Legal Tech hat man da sehr viele Talente auch ne ganze Bubble ein ganzes Ökosystem das sich gerade entwickelt das ist wichtig E-Ökosystem, das sich gerade entwickelt.

00:27:04: Und es hat sowohl Kanzleien als auch Rechtsabteilung in München.

00:27:08: Denn man muss sagen Berlin, hier sitzen zwar einige Kanzlei, aber so in Brandenburg und Berlin ist einfach sehr viel weniger Industrie als in Bayern und Bavüe.

00:27:17: Wir haben verschiedene Punkte übereinandergelegt.

00:27:19: eine Frage natürlich auch wie lebenswert ist die Stadt?

00:27:21: Wie attraktiv ist das für junge Talente, die zu uns kommen?

00:27:24: Und sind wir nah an unseren Kunden mit dem wir arbeiten wollen?

00:27:26: Und da waren Berlin Frankfurt München waren auf jeden Fall auch Hamburg Waren so Orte, die wir uns da überlegt haben.

00:27:33: Stuttgart aber am Ende hat das bei der Überschnadung für München am Farben größten.

00:27:38: Lass uns nochmal kurz zurückkommen zu den Legal Engineers.

00:27:40: Wer kann sich denn das Legal Engineer bei dir bewerben?

00:27:43: Genau darauf wollte ich hinaus mit dem Danke fürs Zurückkommen.

00:27:46: Mit dem Münchner Büro stellen wir jetzt auch massiv eine Deutschland.

00:27:49: Deswegen auch genau die richtige Zeitpunkt zu fragen Denn man kann sich jetzt Bewerben um legal engineer in München zu sein.

00:27:54: Bei uns Was ist das Profil dass wir suchen?

00:27:57: Man kann tatsächlich sehr juniorisch zu uns kommen also man kann mit sagen wir mal einem examen oder einen ähnlichen hintergrund zu uns kommt und dann viel bei uns lernen.

00:28:06: dann braucht es vor allem viel tech interesse.

00:28:08: also wenn man sagt ich hab jetzt nicht zwanzig jahre beratungen.

00:28:12: Und habe irgendwie in die letzten zwanziger im breiche real estate zum beispiel rechtsberatung gemacht sondern ich habe vor allem jurastudiert aber daneben auch ein bisschen sagen wir mein paar agents gebaut oder so, Super, dann kann man bei uns auf jeden Fall auch sehr viel lernen.

00:28:25: Wir suchen aber auch Legal Engineers die einiges an Berufserfahrung haben.

00:28:28: also auch wenn man zehn Jahre, fünfzehn Jahre in einem Bereich beraten hat und sagt ich möchte das jetzt nutzen mit meinem Spezialwissen?

00:28:34: Das ist auch sehr willkommen!

00:28:35: Wir haben bei uns zum Beispiel eine Anwältin, die ist seit achtundzwanzig Jahren Corporate-Anwälte und ist zu uns gekommen.

00:28:41: Die war vorher auch im Großkanzleien, hat wirklich ganz recht traditionell im Bereich Corporate Beratene und auch Knowledge Management gemacht.

00:28:47: Das sind auch Profile, die wir sehr gerne bei uns haben.

00:28:50: Auch in Hausteam zum Beispiel haben wir jemanden der war General Counsel vorher von großen Unternehmen.

00:28:55: das heißt bei uns ist die Spanbreite sehr breit.

00:28:58: wichtig ist dass man entweder im juristischen Schwerpunkt hat oder wenn man noch nicht so viel juristische Erfahrungen sammeln konnte dann aber ein großes Techverständnis.

00:29:06: Das heißt Jung und Alt kann eigentlich zu euch kommen?

00:29:09: Ja ich fand jetzt nochmal sehr spannend wenn sich jemand gerade im Studium befindet oder vielleicht sein erstes Examen schon hat gerade im Ref.

00:29:16: Du hast gerade gesprochen von technischen Interesse oder Tech Skills.

00:29:20: Wie bekommt man die denn?

00:29:21: Einfach indem man sich selber Learning by Doing mal hinsetzt, sich damit auseinandersetzt und ja, die ersten Agents baut ... Oder was stellst du dir drunter vor?

00:29:28: Oder was rätst du vielleicht sogar jungen Juristen um da versiert dazu werden?

00:29:33: Vieles bei Dilling auf jeden Fall.

00:29:35: Es gibt unheimlich viele Ressourcen, die frei verfügbar sind.

00:29:38: also es gibt von den großen Anbietern zum Beispiel so open AI Google aber auch IBM Microsoft und so YouTube Serien beispielsweise oder so online Learning Formate die alle frei verfügbar sind die man sich mal in seiner Freizeit anschauen kann, wo man schon relativ viel darüber lernt.

00:29:52: Hast

00:29:52: du da ein paar besonders gute Tipps?

00:29:54: Also abgesehen von den großen, ich finde auch übrigens die Cloth Tutorial ist richtig gut aber vielleicht gibt es dann noch irgendwelche Newsletter oder ähnliches bei denen du sagst das das kann ich empfehlen?

00:30:03: Ne genau die Clothe Tutorial tatsächlich auch inzwischen sind so viele dass sich sogar vorsichtig damit bin zu empfeheln.

00:30:08: Ich habe zwar welche die ich selber lese seit drei Jahren Aber ich weiß gar nicht ob das noch die besten sind weil auch immer wieder neue Sachen sehe.

00:30:15: Ich habe zum Beispiel so ein Foundes AI Newsletter letztens gefunden, auf irgendeiner Seite in den USA müsste ich echt nachgucken wie es nochmal heißt dass sich jetzt immer Freitags bekommen und das finde ich auch irgendwie ganz spannend was da drin steht.

00:30:24: aber es gibt auf jeden Fall sehr viele Angebote.

00:30:25: es gibt auch von Uni sehr viele angebote.

00:30:27: also beispielsweise Pierre Zickert von Hengelder Müller unterrichtet an der Uni Jena und seine Kurse ich glaube sind fünf oder sechs die er anbietet sind online für alle frei verfügbar, er postet den Link dann immer bei LinkedIn und kann man sich da anmelden.

00:30:40: Und dann kann man an diesen Kursen einfach teilnehmen auch wenn man nicht an der Uni Jena ist.

00:30:44: Das zum Beispiel würde ich sehr empfehlen!

00:30:45: Das

00:30:46: recherchieren wir mal und packen das direkt in die Show notes.

00:30:48: Das möchte sich der eine oder andere bestimmt angucken?

00:30:51: Ja, also ich habe auch selber einen Kurs unterrichtet an der Uni Münster jetzt zum Beispiel.

00:30:55: oder wir haben auch eine Partnerschaft mit der Bozearius Law School wo alle Studierende dann Legoradizenzen bekommen und auch ein Onboarding Und da in diese Richtung gibt es sehr viel und einige Universitäten haben eben eigene Programme.

00:31:05: Die kann man sehr gerne besuchen und für sich nutzen.

00:31:08: Wir als Anbieter freuen uns übrigens auch immer über Nachrichten.

00:31:11: Ich weiß dass gilt nicht nur für uns sondern auch für andere Anbieter, wenn man sich bei uns meldet und sagt ich hab hier Interesse.

00:31:16: Was könnte ich mir angucken?

00:31:17: Dann schicken wir eigentlich sehr häufig so was wie kostenlose Zugänge mit und irgendwie nochmal Einführungsvideos damit man mal rumspielen kann.

00:31:24: also wer mein Interesse hat diese Uni-Programme die angebote der großen Anbiete im Bereich YouTube Videos und Newsletter das lohnt sich auf jeden Fall Und es schadet bestimmt auch nicht ein bisschen vibe zu koden.

00:31:37: Ja,

00:31:38: in der Praxis.

00:31:39: Wir haben über Skills gesprochen, die vor fünf Jahren oder vielleicht auch schon mittlerweile zehn Jahre noch überhaupt kein Thema waren nämlich diese ganze Textexpertise oder zumindest nicht in dem Ausmaß.

00:31:47: aber was würdest du denn sagen?

00:31:49: Welche klassischen Fähigkeiten sind jetzt immer noch wichtiger denn je?

00:31:52: und vor allem auch wenn man sich jetzt auch bei Legora bewerbt spielen Noten Prädikatsexaminer in deinen Augen noch die gleiche Rolle wie früher oder wird das verschwinden?

00:32:00: also mein Gefühl ist vielleicht auch leider dass das Prädikatsexamen so schnell nicht verschwindet.

00:32:07: Das ist auch die Erfahrung in meinem eigenen Lebenslauf, ich muss sagen, bei mir haben die allermeisten kein Problem damit, dass ich kein zweites Exam gemacht habe außer vielleicht meine Familien ein bisschen ... Ich komme ja aus einer anderen Familie immer noch etwas enttäuscht.

00:32:19: Die hoffen noch!

00:32:20: Es ist nur

00:32:20: nicht zu spät?

00:32:22: Stimmt.

00:32:23: Das höre ich tatsächlich alle zwei Jahre, dass es ja nicht zu Spät ist und man kann doch noch mal ins Reff gehen.

00:32:27: Also da das zweite Exam tatsächlich viel weniger Personen zu bewegen scheint als die Noten.

00:32:35: Die Noten waren in meinem Leben immer relativ wichtig, ich sehe das auch bei uns tatsächlich, ich seh es auch noch an den Kanzleien.

00:32:43: Ich glaube, es ist weniger wichtig was man so ganz genau studiert also ob ich jetzt im Bachelor irgendwie Liegeltag mache oder dass nicht mache, ob ich Jura auf Examenstudierer auf Bachelor etwas anderes im Ausland studiert habe oder so.

00:32:54: aber Noten zeigen natürlich schon auch bereit ist zu lernen, also eine gewisse Hartnäckigkeit die wir ja schon angesprochen haben.

00:33:01: Gerade im Jura-Studium ist auch einfach viel Arbeit.

00:33:03: was da am Ende rauskommt es zeigt dass man bereit ist diese Prüfungen so ein bisschen zu priorisieren.

00:33:09: das ist leider etwas wovon ich glaube dass es erst mal bleibt.

00:33:12: Ich weiß nicht ob ich das so gut finde.

00:33:14: ich glaube wir bräuchten eigentlich auch viele andere Fähigkeiten als als einfach nur irgendwie gute Examsnoten.

00:33:19: aber ich habe schon das Gefühl dass das etwas ist was er mag gerade noch wertgeschätzt wird.

00:33:22: Es wird auf jeden Fall bei uns wert geschätzt.

00:33:24: Was sind denn die anderen Fähigkeiten, die du für mindestens genau so wichtig erachtest?

00:33:28: Die Fähigkeit zu verstehen was andere Personen brauchen.

00:33:31: Das ist etwas das einen sowieso immer auch im juristischen Betrieb zu einem erfolgreicheren Menschen macht glaube ich.

00:33:36: Auch im Vertrieb übrigens, also überhaupt zu verstehen, was möchte man gegenüber und wie kann ich ein Problem viel lösen wo dann noch eine gewisse Zahlungsbereitschaft besteht.

00:33:46: Ja ich habe letztens auch irgendwo wieder etwas gelesen, was sich sehr wahr finde und zwar jeder Job wird ab einer höheren Seniorität am Ende vertrieb.

00:33:53: Das ist ein bisschen so.

00:33:54: Also Partner-Partnerinnen in Großkanzleien vertreiben ja auch und haben dann ja auch anderen ihrem Team, die die Arbeit mit ihnen zusammen machen.

00:34:01: aber ihre Arbeit ist ja auch zu einem beachtlichen Teil Mandate reinzuholen, zu halten, man dann glücklich zu machen, Mandanten zu verstehen Beziehungen zu bauen.

00:34:09: Und das was glaube ich eine sehr wichtige Fähigkeit ist Ist nicht nur nach dem zu gehen was mir jemand sagt.

00:34:14: also wenn mich jemand anschreibt und mir sagt Bei mir funktioniert das Wide-Ener nicht oder bei mir halluciniert etwas.

00:34:21: Dann ist das erst mal nur ein Problem, aber das erklärt mir relativ wenig.

00:34:24: Ich verstehe nicht, wurde hier vielleicht was falsch angewendet?

00:34:26: Ist der Prompt eigentlich gut?

00:34:27: Wurde überhaupt die richtige Funktion ausgewählt?

00:34:30: Das mitzufühlen, also zu verstehen, was gerade passiert ist, die richtigen Fragen zu stellen ... auch proaktiv die Hinweise mitzugeben, die man braucht um damit erfolgreich zu sein.

00:34:40: Das sind glaube ich Dinge die legal engineers können müssen.

00:34:41: das sind aber auch Dinge die man im juristischen Beruf immer können sollte.

00:34:44: man sollte immer in der Lage sein zwischen den Zeilen zu lesen und zu verstehen.

00:34:48: okay der Mensch sagt mir zwar gerade dass das hier sein Problem ist aber ist das wirklich ein Problem oder könnte nicht auch was ganz anderes als eigentliche problem sein?

00:34:55: generell technisches verständnis auch datenafinität ja prozess denken.

00:34:59: wie wichtig sind solche kompetenzen auch für dich beim einstellen?

00:35:02: jetzt bei legora

00:35:04: Schon, also schon auch.

00:35:06: Ich würde sagen technische Affinität ist so ein bisschen eine Frage was man darunter versteht.

00:35:11: ich sehe KI als etwas das ein bisschen funktioniert wie Strom oder das Internet Was sich einfach durchsetzt.

00:35:18: und wenn ich heute in der Lage bin mein Smartphone zu bedienen dann nenne ich das ja nicht technische affinität sondern es ist einfach eine Voraussetzung.

00:35:24: jeder Mensch muss in der lage sein einen smartphone zu bedienten.

00:35:27: Ich glaube mit KI entwickeln wir uns die gleiche Richtung und deswegen Ja, ich erwarte schon dass die person auch mit diesen Modellen umgehen kann und auch versteht, wie eine Plattform gebaut ist.

00:35:38: Aber ich erwarte eigentlich von allen die jetzt neu in den Beruf kommen und auch den meisten, die schon ein paar Jahre im Beruf sind dass sie das auch demnächst können.

00:35:45: deswegen würde ich glaube ich sagen technische Affinität also in der Nutzung von KI sich wohlzuführen ist glaube ich etwas was ich einfach von allen voraus setzen würde und was ich nicht zwangsläufig nur für eine legal engineer stelle erwarte.

00:35:57: Du hast vorher auch schon gesagt, bestimmte Aufgaben oder bestimmten Aufgabenbereiche werden wegfallen.

00:36:02: Oder werden durch KI ersetzt werden?

00:36:03: Wie siehst du das denn bei den Juniors?

00:36:05: Das ist ja auch noch so ein beliebtes Diskussionsthema nicht nur auf LinkedIn sondern auch wirklich was viele Kanzleien gerade umtreibt.

00:36:11: Werden wir noch Juniors brauchen und was passiert wenn wir keine Juniors mehr ausbilden?

00:36:15: wie wird diese mangelnde Erfahrung am Anfang eine Wett gemacht?

00:36:21: Ich glaube zu den Zahlen, wie das jetzt gerade schon ist mit den Juniors.

00:36:24: Kannst du vielleicht sogar mehr sagen?

00:36:26: Was ihr seht, welche Juniors wir an das heute eingestellt werden in der Breite des Marktes.

00:36:32: Ja man sieht leichte Tendenzen.

00:36:33: also man sieht dass im Juniorbereich kein Rückgang der Ausschreibungen aber es ist noch nicht so wesentlich wie man sich das vielleicht vorstellen würde.

00:36:41: Also aktuell ist es glaub ich mehr Thema als dass jede Kanzlei das wirklich schon so umsetzt.

00:36:47: Guckt man in die Zukunft, ist es spannend von dir zu hören wie du das siehst.

00:36:50: Ob Legora beispielsweise auch die Fähigkeit hat den Juniorvorkommen zu ersetzen?

00:36:55: Ich denke schon dass einige recht viele Aufgaben die Juniors bisher gemacht haben durch Legora ersetzt werden können heute schon und in Zukunft noch mehr.

00:37:02: das glaube ich schon.

00:37:03: Ich glaube auch dass viele juniors jetzt schon Aufgaben gemacht haben nicht das Limit dessen waren, was sie erreichen konnten.

00:37:13: Also ich glaube viele haben die Erfahrung gemacht dass sie aus dem Studium oder der Ausbildung insgesamt aus den Examin herausgekommen sind und so intellektuell in ihrem Höchststand waren von dem was Sie schaffen konnten und greifen konnten und dann teilweise in der praktischen Arbeit danach sich nicht immer komplett erfüllt gesehen haben.

00:37:32: Das habe ich jetzt schon ein paar mal gehört und ich glaube es ist gar nicht so schlimm als wenn dann auch einiges wegfällt.

00:37:36: also wenn ich auch zum Beispiel noch an meine ersten Praktika denke.

00:37:39: Ich weiß nicht das Gleiche, wie ihn associiert und Gottes Willen aber wenn ich so an meine Praktiker denke irgendwie auch so im Studium.

00:37:44: da waren auch so Aufgaben dass sich zb alle Postlei-Zahlen der Orte rund um Stuttgart irgendwie mal in der Excel-Liste schreiben musste und so.

00:37:51: und das heißt ... Das ist

00:37:54: echt eine Polteraufgabe fast!

00:37:56: Ja und es war ne Großkanzlei, einer der Top fünf Großkenzler in der Welt.

00:38:00: Ich werde nicht den Namen sagen, aber jetzt wirklich so eine Aufgabe... Das war damals noch eine Aufgabe

00:38:06: Ganz sicher, dass der Name austauschbar wäre.

00:38:08: Weil diese Aufgabe gab es bestimmt in fast jeder größer und kleineren Kanzlei?

00:38:12: Ja, das glaube ich auch nicht, dass sie besonders schlimm waren überhaupt nicht!

00:38:15: Aber da waren viele solche Aufgaben dabei also war wirklich viel dabei was einfach nicht ansprechend war, wofür es kein Jurastudium brauchte.

00:38:22: Ich sehe heute im juristischen Betrieb so viele Aufgaben für die es kein Jura-Studium braucht.

00:38:26: Ich kenne so viele Rechtsabteilungen, wo die Leute sagen Ich bekomme immer wieder die gleichen Fragen zu unseren Guidelines, weil die Personen die Guidelines einfach nicht durchgelesen haben.

00:38:33: Und dann werde ich irgendwie immer wieder gefragt, ob ich dieses Geschenk und jedes Geschenke jetzt annehmen kann?

00:38:37: Wenn wir da einen Bot haben, der diese paar Fragen wegautomatisiert, ist erst mal niemand schade drum.

00:38:43: Da wird auch viel Junior-Arbeit wegfallen, das glaube schon.

00:38:46: Ich glaube aber dass Juniors heute schon mehr können als wir ihn oft zutrauen oder auch mehr als einfach die Aufgaben sind, diese bekommen – das ist das eine!

00:38:54: Und ich glaube auch, dass man wirklich daran wächst.

00:38:57: Es fallen viele Aufgaben weg aber man lernt jetzt zum Beispiel hoffentlich auch schon im Studium, aber dann in der Ausbildung schon früher nicht mehr die Person zu sein, die alles produziert sondern vor allem die Person so sein, wie alles prüft.

00:39:07: und das ist eine ganz andere Aufgabe und eine, die aber auch Junius übernehmen können wenn sie eben die inhaltliche Tiefe haben um Dinge zu prüfen.

00:39:15: Das ist sehr wichtig!

00:39:16: Also du sagst die Aufgaben des Junios werden andere?

00:39:20: Vielleicht sogar interessanter und sogar herausfordernder.

00:39:24: Und vielleicht hat man dann auch eine steilere Wachstumskurve, was das eigene Lernen im Job angeht?

00:39:31: Ja ich glaube es ist mehr als genug juristische Arbeit da.

00:39:34: Ich weiß jetzt nicht wie's in fünfzig und hundert Jahren auf der Welt ist aber was die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre angeht muss ich sagen ich sehe eigentlich mehr als genug juristischer Aufgaben die ungelöst sind in die man reinwachsen

00:39:45: kann.

00:39:45: Du hast jetzt schon einige positive Beispiele genannt, mit der Uni Jena zum Beispiel.

00:39:48: Mit der Vorlesung aber wie siehst du denn generell die juristische Ausbildung des Studiums?

00:39:52: Kann das überhaupt noch mit den Anforderungen des Marktes also Anforderung auch die beispielsweise die Gora hat Schritt halten?

00:39:58: bildet Die Uni noch dafür aus was wirklich gebraucht wird?

00:40:02: viel zu wenig Viel zu wenig.

00:40:04: es wird auch am Ende viel zu wenig dass abgeprüft was gebraut wird.

00:40:07: da gehört natürlich dieses technische Wissen dazu klar.

00:40:10: Das wäre natürlich gut wenn man das vermitteln würde.

00:40:12: Aber es geht auch weiter.

00:40:14: die Prüfungen zum Beispiel, die ich stelle.

00:40:16: Wenn ich heute schon weiß dass ich Aufgaben KI generiert lösen kann und die dann aber prüfen muss, dann ist das doch etwas was auch im Studium schon abbilden könnte.

00:40:25: Ich könnte doch Prüfung stellen in denen ich zb einen Sachverhalt habe.

00:40:28: Dann hab' ich den Sachverhalten schon an ein Sprachmodell gegeben.

00:40:31: Ich hab's vielleicht einfach Claude einmal diesen Sachverhalt gegeben Und dann eine Antwort rausbekommen.

00:40:36: Dann könnte ich ja den Sachverhalt und die Antwort einfach den Studierenden einmal geben und sagen, jetzt prüfen Sie doch mal diese Antwort.

00:40:41: Korrigieren sie dieser Antwort?

00:40:42: Was ist denn alles falsch an dieser

00:40:43: Antwort?".

00:40:44: Spannend!

00:40:44: Hast du gerade eine Frage vorraten oder einen Case verraten, den du vielleicht im Vorstellungsgespräch bei Ligora machst?

00:40:52: Das vielleicht machen wir es in Zukunft.

00:40:53: Ja, das ist nicht schlecht.

00:40:56: Live entwickelt... Das halte ich aber tatsächlich für die beste Art eigentlich zu prüffen.

00:41:00: Nicht die einzige.

00:41:01: Ich sage jetzt nicht, dass sein der klassische Fall und das klassische Gutachten wegfallen müssen überhaupt nicht.

00:41:07: Aber ich glaube schon, dass wir eine Ausbildung entwickeln sollten die auf diese Welt vorbereitet, die jetzt kommt und auch die Tätigkeit vorbereitet.

00:41:12: Die kommt und ich glaube, dass in der Ausbildung viele Elemente haben.

00:41:15: Das Eine ist, das wurde schon oft besprochen und es stimmt.

00:41:18: Die Notengebung erscheint zum Teil ziemlich willkürlich.

00:41:21: da gibt's ja auch genug Studien die zeigen, dass sie wirklich ein bisschen problematisch sind.

00:41:26: Der Wust auch an Inhalt, es ist einfach sehr viel Inhalt.

00:41:30: Man muss wirklich viele Randgebiete inzwischen lernen von denen ich nicht weiß ob das danach für alle so relevant ist und ob es nicht wertvoller wäre die Systematik einmal zu verstehen.

00:41:38: Da fallen glaube ich viele Punkte weg.

00:41:40: Spezialisierung auch früher zur ermöglichen vielleicht also dass man eben diese Randgebieten nur dann auswählt wenn man weil man weiß dass man auch in dem Bereich danach tätig sein möchte?

00:41:48: Genau denn es ist natürlich schön dass wir ein System haben das möglichst breit auszubilden versucht.

00:41:53: Das ist natürlich schon wertvoll, dass man danach sowohl Staatsanwaltschaft als auch Richterschaft und Anwaltschaft was ganz anderes machen kann.

00:41:59: nur es ist schon auch sehr richter orientiert.

00:42:03: die Ausbildung das muss man schon sagen.

00:42:05: also Es gibt in Heidelberg ein Institut für anwaltsorientierte Ausbildungen.

00:42:10: das ist jetzt meine ich gerade dreißig geworden Und das ist zum Beispiel ein sehr positives Beispiel dafür, wie sich Ausbildung auch weiterentwickeln kann.

00:42:17: Dass man eben nicht nur immer dieses Gutachten hat, bei dem man immer abwägen muss, sondern dass man mal in die Rolle des Anwalts der Anwältin sich versetzen muss und einem gesagt wird – jetzt schreiben Sie noch einmal einen Schriftssatz, der diese Mandantin vertritt!

00:42:31: Also auch mal Partei ergreift und nicht immer aus der Brille eines Richters in einer Richterin schaut im Allbeidesseiten sehen zu müssen.

00:42:38: Ich glaube da viel mehr... Bewegung drin sein könnte.

00:42:41: Tatsächlich, ein System das sich ziemlich reformiert hat und ich finde auch zum Gute hin ist dass wir in Großbritannien sehen mit SQE-One, SQEE-Two wo im ersten Teil Multiple Choice Fragen gestellt werden in Fällen die dann in Multiple Choice geprüft werden können.

00:42:54: es ist auch ein bisschen neutraler und fairer würde ich sagen von der Bewertung was einfach Multiple Choice ist.

00:42:59: Und im zweiten Examen oder im zweiten SQe-Two in der Prüfung hat man dann wirklich reale Situationen die nachgespielt werden mit Schauspielern, Schausspielerinnen.

00:43:08: Wo man nicht nur nach der inhaltlichen Tiefe der Antwort bewertet wird sondern auch danach ob das überhaupt für diese Mandanten gerade verständlich war und ob was auf die richtige Weise kommuniziert wurde.

00:43:17: Super spannende Denkanstöße.

00:43:19: ich hoffe dass sich da einiges tun wird.

00:43:21: was die deutsche Juristenausbildung angeht Was würdest du denn abstießen noch sagen?

00:43:26: Was wäre dein Rat an junge Juristinnen und Juristen die sich jetzt für Liegeltäcke und KI interessieren?

00:43:31: Wo fängt man am besten an?

00:43:32: Was könnten die ersten Schritte sein und was sollte man dann mitbringen, wenn man sich bei Diggora bewirbt.

00:43:37: Also es schadet sicher nicht das juristische Handwerkszeug zu beherrschen denn dass ist das, was man am Ende macht.

00:43:43: also man macht auch sehr viel Jura.

00:43:44: ich glaube für diejenigen, die denken Legal Engineering wäre ein Weg raus aus Jura muss ich sagen Das ist leider nicht so.

00:43:51: Ich sehe extrem viele Jura Und unsere Legal Engineers machen extrem viel Jira Denn am ende versucht man sich ja in die verschiedenen Geschäftsbereiche reinzudenken und deren Probleme wirklich auch tiefgründig zu lösen.

00:44:02: Wo würde ich deswegen anfangen?

00:44:03: Ich würde auf jeden Fall versuchen juristische Systematik zu verstehen, ich würde auch für uns konkret versuchen die Arbeit zu verstehen also die Arbeit die in Kanzleien im Rechtsabteilung gemacht wird denn das ist das was wir versuchen zu unterstützen also da Praktika gemacht zu haben und sich damit zu beschäftigen.

00:44:18: was was würde ich hier eigentlich?

00:44:19: Prozesse verbessern beschleunigen dass etwas was unheimlich hilft das dann mit KI schon mal auszuprobieren, um selber ein Gefühl dafür zu bekommen was KI kann und auch was KI nicht kann.

00:44:28: Das ist ein beachtlicher Teil von dem was wir tun ist glaube ich wertvoll.

00:44:32: Und dann würde ich aber auch sagen Lieber früher melden als später.

00:44:36: also wir warten nicht darauf dass jemand fünf Jahre lang den perfekten Lebenslauf baut und sich dann erst bei uns meldet, sondern wir freuen uns auch wenn man schon im Studium nach dem Examen im Examen wie auch immer frühzeitig auf uns zukommt.

00:44:47: Und sagt ich habe hier Interesse.

00:44:49: das ist vielleicht noch nicht für heute direkt relevant aber was könnte ich denn im nächsten Jahr noch machen?

00:44:53: Dann teilen wir auch gerne Ressourcen mit denen man dann nochmal weiter wachsen kann.

00:44:57: Also es heißt der Bewerbung steht da nichts mehr im Weg bei euch

00:44:59: Genau!

00:45:00: Wir freuen uns über viele viele Bewerbungen.

00:45:02: Perfekt.

00:45:02: das Abschlusswort würde ich sagen Vielen vielen Dank dass du dir heute Zeit genommen hast und uns ein bisschen mehr Tiefe gegeben hast in diesem Bereich.

00:45:10: Ich glaube, es hat mit Sicherheit den einen oder anderen motiviert noch mal auch keine Berührungsängste zu haben.

00:45:16: Sondern wirklich tiefer in dieses Thema einzusteigen und zu schauen welches Wissen man sich jetzt in der nächsten Zeit selbst aneignen kann.

00:45:23: Ja!

00:45:24: Vielen Dank, Kandich!

00:45:25: Danke dir!

00:45:30: Das war Natalia Schumeros.

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Über diesen Podcast

Im Talent Rocket Podcast New Lawyers sprechen Alisha und Magdalena über spannende Werdegänge innerhalb und außerhalb der juristischen Fachwelt, über New Work und Innovationen und über alles, was sonst so los ist im deutschen Rechtsmarkt. Dabei werfen sie auch einen Blick hinter die Kulissen und sprechen mit ihren Gästen über verpasste Möglichkeiten, genutzte Chancen und darüber, was ihre Motivation und Faszination am Recht ausmacht.

von und mit TalentRocket

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